Restaurierung

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte verfügt über einen Bestand von 340.000 archäologischen Objekten aus Europa, dem Mittelmeerraum, Vorder- und Zentralasien sowie dem Fernen Osten von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit. Die sehr wechselhafte Geschichte der Sammlung wirkt sich bis heute auf die restauratorischen Aufgaben aus. So stellen zum Beispiel Objekte mit Kriegs- und Brandschäden, Folgen der Bombardierung Berlins, eine besondere Problematik dar. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Restaurierung der Sammlungsbestände vorwiegend anorganischer Materialgruppen wie Eisen, Bronze, Keramik und Glas, die teils ausgestellt, teils magaziniert sind. Der intensive Leihverkehr erfordert bei besonders fragilen archäologischen Objekten die Anfertigung von Abformungen.

Durch die Verbindung des Museums für Vor- und Frühgeschichte mit dem Landesdenkmalamt Berlin werden auch fundfrische Objekte restauriert. Gerade bei größeren Eisenfunden ist die in den Werkstätten des Museums existierende Röntgenanlage hilfreich, die für materialtechnische Untersuchungen von Metallfunden, aber auch für Werke anderer Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, beispielsweise für Echtheitsuntersuchungen, genutzt wird. Ein zusätzlicher Tätigkeitsschwerpunkt lag in den letzten Jahren auf der Durchführung von Projekten wie "Tauschierarbeiten der Merowingerzeit" und in zahlreichen herstellungstechnischen Untersuchungen an Objekten aus Kupferlegierungen und Edelmetallen. Weitere Aufgaben der Restauratoren umfassen die klimatische und restauratorische Betreuung der Sammlungsgegenstände in Magazinen, Dauer- und Sonderausstellungen, museumseigener Leihgaben an andere Häuser sowie die Ausbildung von Restaurierungspraktikanten.