Das Urpferdchen, 
Propalaeotherium parvulum, 
Mit einer Schulterhöhe von 30 cm ist das wohl berühmteste Fossil 
aus der Grube Messel (Hessen).
49 Mio. Jahre

Menschen - Zeiten - Räume. Archäologie in Deutschland

von: 06.12.2002 bis: 31.03.2003

Martin-Gropius-Bau

Ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und die Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Ausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland.

"Menschen - Zeiten - Räume. Archäologie in Deutschland" ist der Titel der ersten gesamtdeutschen Darstellung der Ergebnisse archäologischer Landesforschung. 1975 wurden in Köln in der viel beachteten Ausstellung "Das neue Bild der alten Welt" zum ersten Mal die Erträge der archäologischen Denkmalpflege seit 1945 dargestellt, allerdings ohne die Forschungen in der Deutschen Demokratischen Republik berücksichtigen zu können. Wie sich die Archäologie in den seither vergangenen 25 Jahren in ganz Deutschland organisatorisch und vor allem im Erkenntnisstand entwickelt und in welchem Umfang der hohe personelle und finanzielle Aufwand die Forschung voran gebracht hat, ist Thema der vom Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland zusammen mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte organisierten Ausstellung. Sie versteht sich deshalb nicht als eine archäologische Ausstellung, sondern als eine Ausstellung über Archäologie.

Das Dargebotene ist spektakulär: Knapp 5000 Funde illustrieren die Erd- und Menschheitsgeschichte von der Urzeit bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten der Paläontologie zählen die weltberühmten Fossilien der Grube Messel. Spannende Neufunde von Neandertalern, Brunnen aus der Jungsteinzeit, Schatzfunde aus der Bronzezeit und reiche Gräber aus der Eisenzeit beleuchten die vorgeschichtlichen Epochen. Sensationell sind die keltischen Fürstengräber von Hochdorf und vom Glauberg, die ausnahmslos im Original gezeigt werden. Weitere Themen sind die Varusschlacht bei Kalkriese, die germanischen Fürstengräber von Hagenow und Gommern, die frühmittelalterliche Siedlung von Lauchheim oder die Grabungen im mittelalterlichen Lübeck. Die jüngste Vergangenheit erhellen ergrabene Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg.

Für das ehrgeizige Vorhaben wurden mit dem Martin-Gropius-Bau in Berlin und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, wo die Ausstellung vom 9. Mai bis 24. August 2003 gezeigt wird, zwei der renommiertesten Ausstellungshäuser Deutschlands ausgewählt. Für die Inszenierung der Ausstellung konnte mit dem Atelier Brückner aus Stuttgart ein innovativer Partner gewonnen werden, der die archäologischen Funde in einem für den Besucher ungewohnten Licht erscheinen lassen wird. Die stimmungsvolle Präsentation soll zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Belange der archäologischen Forschung beitragen.

Veranstalter:

Museum für Vor- und Frühgeschichte