Der Held Sam holt seinen Sohn Zal vom Vogel Simurgh zurück, Blatt aus dem Schahname des Schah Tahmasp, Iran (Tabriz), ca. 1530 (Ausschnitt)

Schahname. Heroische Zeiten
Tausend Jahre persisches Buch der Könige

von: 19.03.2011 bis: 03.07.2011

Pergamonmuseum

2010 feierte die Welt die Fertigstellung des persischen Buchs der Könige vor 1000 Jahren. Mit seinen über 50.000 Versen gehört das "Schahname" zu den größten Epen der Weltliteratur. Es ist etwa doppelt so umfangreich wie die Epen Homers und etwa 20-mal so lang wie das Nibelungenlied. Die persische Dichtung umfasst eine phänomenale Zeitspanne: Sie erzählt die gesamte Geschichte der alten Könige von Iran, von ihrem mythischen Anfang bis zur Eroberung durch die Araber im Jahr 651 n. Chr. Geschrieben wurde das Epos von dem persischen Dichter Ferdausi (935-1020), der es laut eigener Angabe nach 25 Jahren 1010 n. Chr. fertig gestellt hat und dem ghaznawidischen Herrscher Sultan Mahmud (r. 998-1020) gewidmet haben soll.

Die Orientabteilung der Staatsbibliothek und das Museum für Islamische Kunst nehmen das Jubiläum zum Anlass, das Epos mit über 100 herausragenden Objekten vorzustellen, darunter sind Leihgaben aus dem Museum für Asiatische Kunst, dem Ethnologischen Museum und dem Deutschen Historischen Museum. Berlin verfügt über eine einzigartige Kollektion von Schahname-Handschriften und Einzelblättern, von denen einige zu den großartigsten Schätzen der persischen Buchkunst überhaupt gehören. Ausgestellt werden auch Beispiele angewandter Kunst, die den Einfluss des Epos auf die verschiedenen Lebensbereiche dokumentieren.

Die Ausstellung gibt vielseitige Einblicke in die Welt der großen Könige und der tapferen Helden und verdeutlicht, welche zentrale Rolle dieses Stück Weltliteratur bis heute für das persische Nationalbewusstsein spielt.

Veranstalter:

Museum für Islamische Kunst