Xu Bing: Landscript, 2004
Tusche auf Papier, 115 x 185 cm

Xu Bing in Berlin
Square Word Calligraphy Computer Font Project und Landscripts

von: 13.08.2004 bis: 14.11.2004

Museum für Asiatische Kunst

Sonderausstellung im Raum für Neue Kunst

"Die Grenzen der Sprache als Kommunikationsform, unsere Fähigkeit, verbal und nonverbal zu kommunizieren, die Rolle der Kunst als Kommunikation sowie die kulturellen Konnotationen von Sprache und Kunst" sind das Thema von Xu Bing, einem der renommiertesten zeitgenössischen chinesischen Künstler.

Nach der am 1. August beendeten umfassenden Ausstellung "Xu Bing in Berlin: Sprachräume" können jetzt bis Mitte November noch einige bedeutende Werke im Raum für Neue Kunst weiterhin präsentiert werden. In Xu Bings "Square Word Calligraphy" werden die leicht veränderten lateinischen Buchstaben eines Wortes auf der Fläche eines Quadrates komponiert, so dass das Wort auf den ersten Blick einem chinesischen Schriftzeichen ähnelt. Die hierauf basierende interaktive Computer-Installation "Square Word Calligraphy: Computer Font Project" erlaubt es den Besuchern nachzuvollziehen, wie zwei vollkommen unterschiedliche Schreibsysteme auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden.
Ebenfalls noch zu sehen ist die Serie von fünf "Landscripts", großformatigen Landschaftsdarstellungen, die der Künstler eigens für die Berliner Ausstellung geschaffen hat und die Landschaftsmalerei und Schriftkunst auf einer neuen Ebene vereinen.
Nicht zuletzt werden vier Bände des "Book from the Sky" präsentiert, die das Museum dank einer großzügigen Spende für das Museum erwerben konnte. Sie sind Teil jener Installation, für die Xu Bing annähernd 4000 Zeichen erfand, die auf den ersten Blick chinesischen Schriftzeichen ähneln, sich bei näherer Betrachtung jedoch als Phantasiegebilde ohne semantische Bedeutung entpuppen.

Xu Bing wurde 1955 in Chongqing, VR China, geboren, wuchs in Peking auf und absolvierte ebendort die Fakultät für Graphik der Zentralen Kunsthochschule. 1990 nahm er ein Angebot der University of Madison in Wisconsin an und ließ sich in den Vereinigten Staaten nieder. Xu Bing wurden 1999 der MacArthur Award der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation, 2003 der Asian Culture Award der Stadt Fukuoka (Japan) und im März diesen Jahres der hochdotierte neue Kunstpreis Artes Mundi verliehen. Seine Arbeiten waren weltweit in zahlreichen Galerien und Museen zu sehen, u.a. 2001 in der Arthur M. Sackler Gallery der Smithsonian Institution in Washington.

Weitere Informationen:
http://xubing.com

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst