Anonym, Enten im Lotosteich, Yuan-Dynastie, 13.- 14. Jh. (Ausschnitt)
Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide, Nachlaß Ernst Große

Enten im Lotosteich
Blumen und Vögel in der chinesischen Malerei

von: 19.04.2011 bis: 02.10.2011

Museum für Asiatische Kunst

Blumen und Vögel sind seit frühesten Zeiten ein Hauptthema der chinesischen Malerei gewesen. Grundsätzlich gibt es bei ihrer Darstellung zwei Richtungen: eine präzise gemalte Wiedergabe, meist in hellen Farben, und eine abstrakte, mit wenigen Pinselstrichen gemalte Darstellung, meist nur in Tusche.

Die Blumen- und Vögel-Malerei im präzisen (Chinesisch gongbi) Stil wurde besonders von in Malerakademien am Kaiserhof eingebundenen Berufsmalern gepflegt, die im abstrakten (xieyi) Stil eher von Literatenmalern. Pflaumenblüten und Orchideen erfreuten sich besonderer Beliebtheit und galten als Symbole der Reinheit und Unbestechlichkeit.

Ein Meisterwerk ist hier die lange Querrolle "Pflaumenblüten im Mondlicht", im 15. Jh. von dem Literatenmaler Chen Lu gemalt. Auf mit zartem Blau grundierten Papier sind die Blütenblätter weiß ausgespart, das Geäst ist mit kräftigen Tuschelinien dargestellt, in einer langgezogenen, immer wechselnden abstrakten Komposition.

Die kleine Ausstellung zeigt dreißig Werke aus dem 13. bis 19. Jahrhundert.

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst