Samuel Bourne, Quwwat-al-Islam Moschee, Delhi um 1866

Samuel Bourne und Colin Murray
Frühe Fotografie aus Delhi, Agra und Rajasthan

von: 01.06.2010 bis: 30.01.2011

Museum für Asiatische Kunst

Ein Schwerpunkt der Ausstellungsaktivitäten des Museums für Asiatische Kunst ist seit 2007 die historische Fotografie Südasiens. Neben größeren Sonderausstellungen, die zukünftig in enger Kooperation mit der Kunstbibliothek organisiert werden, zeigt die Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentralasien in regelmäßigem Wechsel kleinere Präsentationen wertvoller Vintageabzüge aus den Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin. Den Auftakt bildet zum 1. Juni eine exquisite Auswahl von Fotografien des legendären Indien-Fotografen Samuel Bourne und seines weitaus weniger bekannten Nachfolgers Colin Murray.

Gezeigt werden Abzüge aus den 1860er und 1870er Jahren, die im "Goldenen Dreieck" Delhi, Agra und Rajasthan entstanden sind. Auf den meisten der ausgewählten Fotografien sind berühmte Bauwerke verewigt, von denen einige noch heute beliebte touristische Ziele sind. Nicht nur der hoch gelobte pittoreske Stil des Studios Bourne & Shepherd machen die ausgestellten Fotografien zu wichtigen kulturhistorischen Zeugnissen des 19. Jahrhunderts, sondern auch der auf den Abzügen dokumentierte Zustand der Bauten, der heute teilweise ein völlig anderer ist.

Der Fokus auf architektonische Glanzlichter Indiens bei der Auswahl aus dem reichen Fundus der Fotografien Bournes und Murrays versteht sich als bescheidene Ergänzung zur großartigen von der Kunstbibliothek organisierten Überblickschau zur Architekturfotografie aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, die seit 27. Mai 2010 im restaurierten Kaisersaal im Museum für Fotografie in der Jebenstraße gezeigt wird.

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst