POETRY INTERMEDIA
Künstlerbücher nach 1960

15.03.2002 bis 12.05.2002

Kunstbibliothek

"POETRY INTERMEDIA" zeigt die konzeptuelle und grenzüberschreitende Vielfalt des Künstlerbuchs nach 1960. Die Bücher der "Something Else Press", 1966 als einer der ersten Verlage für Künstlerbücher von dem Künstler und Verleger Dick Higgins in New York gegründet, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Konzept und Auswahl der präsentierten Objekte sind wesentlich durch den Begriff "Intermedia" motiviert, den Higgins als das Paradigma für eine Kunst jenseits etablierter Kategorien entwickelte und den er als werbewirksamen Slogan für seinen Verlag einzusetzen wusste.
Der Begriff ist auch für andere Künstlerbücher charakteristisch, wie jene von Marcel Broodthaers, A. R. Penck, Lawrence Weiner oder die plastischen Buchobjekte von Herbert Zangs. Um 1960 begannen viele der Künstler, die heute zur Pop Art, Concept Art oder zu Aktionskunst und Fluxus zählen, mit dem Buch experimentell zu arbeiten. Bücher waren zur Vermittlung von Ideen und Konzepten wie sonst kein anderes Medium geeignet. Die Konfrontation der künstlerischen Idee mit den materialen Bedingungen der Produktion, Distribution und Rezeption von Büchern eröffnete neue Wege der Darstellung, die das Buch als ein Objekt inszeniert.