Der Salon der Plakate ist die Straße. Die Schule der polnischen Plakatkunst 1950-1970

26.01.2016 bis 22.02.2016
Kulturforum

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das polnische Plakat zunächst vor allem als Propagandamittel eingesetzt, dominiert von der stalinistischen Kunstdoktrin und geprägt durch die stilistischen Ausdrucksformen des sozialistischen Realismus. Anfang der 1950er Jahre fand die Plakatkunst in Polen jedoch eine neue Ausprägung, die durch Fantasie, zeichnerische Qualität und Orientierung auf die Aufgabe bestimmt war. Unter dem Motto "Kunst wirbt für Kunst" gestalteten vor allem junge Künstler verstärkt Kunstplakate für kulturelle Veranstaltungen, welche gekennzeichnet waren von einer stilistischen Ungebundenheit und der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Die außergewöhnliche Kreativität dieser Gruppierung, ihre konzeptuelle Vielfalt und ihr großes Engagement beim Entwerfen neuer Plakate wurden zu Beginn der Fünfzigerjahre unter dem Schlagwort der polnischen Schule der Plakatkunst zusammengefasst. Diese Schule proklamierte keinen festen Stil oder orientierte sich an einem Manifest. Vielmehr nutzten ihre Vertreter das Plakat als künstlerische Ausdrucksform und brachten durch den Einsatz von Humor und Farbigkeit eine Frische und Neuartigkeit hervor, die national wie international – auch in nicht-sozialistischen Staaten Europas – wahrgenommen wurden.

Innerhalb der international herausragenden Sammlung der Kunstbibliothek zur Geschichte des Grafikdesigns stellen die Bestände zur polnischen Plakatkunst einen selten gezeigten Schatz dar, der nun in Teilen im Foyer der Kunstbibliothek zu sehen ist.

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