RADLEREI! 200 Jahre Fahrradmotive in der Kunstbibliothek

10.08.2017 bis 14.09.2017
Kunstbibliothek

Vor 200 Jahren, im Juni 1817, unternahm der Badener Karl Freiherr von Drais die erste Fahrt mit einer von ihm entwickelten „Laufmaschine“, die heute als Urform des Fahrrads gefeiert wird. Anlässlich dieses denkwürdigen Jubiläums hat die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin rund 80 Objekte aus ihren Sammlungen Grafikdesign, Modebild und Fotografie zusammengestellt, in denen das Fahrrad im Zentrum steht. Die Exponate geben Einblick in die turbulente Geschichte des Fahrrads – vom frühen Veloziped bis zum Kultobjekt des 21. Jahrhunderts – und zeichnen gleichzeitig die Entwicklung der grafischen Gestaltung, fotografischen Ästhetik und Mode in den letzten zwei Jahrhunderten nach.

Die Präsentation in den Foyervitrinen der Kunstbibliothek am Kulturforum umfasst Plakate, Fotografien, Drucke, Bücher und Zeitschriften aus den Jahren 1817 bis 2017. Den Auftakt bildet ein Kupferstich der Drais’schen Maschine in der Moden-Zeitung von 1817 – Beleg für die rasante Verbreitung der Erfindung.

Zahlreiche frühe Plakate zeigen, wie enorm die Fahrradproduktion ab den 1880er-Jahren anstieg, als wirtschaftliche und soziale Veränderungen das Rad zum beliebtesten Fortbewegungsmittel machten. Sie spiegeln den ästhetischen Zeitgeist der Jahre um 1900: Fahrradsilhouetten und fließende Jugendstil-Formen vereinen sich. In Karikaturen, Gesundheitsratgebern und anderen zeitgenössischen Publikationen wird deutlich, dass Fahrradfahren auch ein Politikum darstellte – vor allem, wenn Frauen es praktizierten. Es inspirierte neue Moden und trug zur weiblichen Emanzipierung bei. Im frühen 20. Jahrhundert gewinnt der sportliche Aspekt des Fahrrads an Bedeutung: Kunstradeln und Radrennen sind en vogue. Modefotografien aus acht Jahrzehnten lassen erkennen, dass das Fahrrad – bis heute – auch ein wichtiges Lifestyle-Accessoire darstellt.

Die Ausstellung zeigt Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Bruno Paul, Will Bradley, Eugène Samuel Grasset, Johann Vincenz Cissarz, Raoul Marton, Robert L. Leonard, Willy Römer, Henning Wagenbreth und anderen.

Während der Öffnungszeiten des Kulturforums kann die Ausstellung jederzeit besucht werden: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 18:00
Fr 10:00 - 18:00
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Eintritt frei

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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