Das Institute für Museumsforschung | © Staatliche Museen zu Berlin / Achim Kleuker

Aktuelle Kooperationen

BAM

Das BAM-Portal liefert Informationen zu Literatur, Archivalien und Objekten aus Bibliotheken, Archiven und Museen in einer gemeinsamen Suche und umfasst gegenwärtig mehr als 30 Millionen Datensätze. Das zunächst im Jahr 2002 in Baden-Württemberg begonnene Projekt wurde 2005 auf ganz Deutschland ausgedehnt. Zu den hinzugekommenen Partnern gehört auch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vertreten durch das Institut für Museumsforschung. Das Portal wird kontinuierlich ausgebaut und um weitere Quellen bereichert. Das Institut für Museumsforschung betreut das Portal für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Museen in Deutschland.

Zwischen dem International Committee for Documentation of the International Council of Museums (ICOM-CIDOC) und dem Institut für Museumsforschung besteht eine langjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Museumsdokumentation. Die stellvertretende Leiterin des Institutes ist, wie auch weitere Mitarbeiter, aktiv in die Führung und Organisation von CIDOC involviert. CIDOC befördert die internationale Diskussion von und den Austausch über aktuelle Fragestellungen der Museumsdokumentation. Im Rahmen von CIDOC wird an internationalen Standards gearbeitet. Daher ist die Mitwirkung in CIDOC ein wichtiger Teil im Bemühen des Instituts, die internationale Vernetzung von Museen voranzubringen. Das Institut für Museumsforschung ist Ko-Organisator der im September 2014 in Dresden stattfindenden CIDOC-Jahrestagung.

EGMUS entstand 2002 aus der Zusammenführung von zwei Initiativen: der seit 1994 jährlich vom Institut für Museumsforschung organisierten europäischen Tagung zur Museumsstatistik in Berlin und einer der Arbeitsgruppen der vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) 1997 gegründeten Leadership Group (LEG) zur "Harmonisation of Cultural Statistics in the EU". EGMUS sammelt zentral museumsrelevante Daten und Statistiken, um eine bessere Vergleichbarkeit der nationalen Museumsstatistiken auf europäischer Ebene zu erreichen.

2004 erschien als erste Publikation "A Guide to European Museum Statistics" (Materialien aus dem Institut für Museumskunde, Sonderheft 3, ISSN 0931-4641 Sonderheft 3) mit Museumsstatistiken aus 23 europäischen Ländern. 2013 wird voraussichtlich die nächste Publikation mit aktuellen Daten erscheinen. Zurzeit wird die Website von EGMUS überarbeitet, auf der Daten und Statistiken bereitstehen, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen. Koordiniert wird EGMUS von
- Deutschland (Monika Hagedorn-Saupe, Institut für Museumsforschung),
- Luxemburg (Guy Frank, Ministère de la Culture, de l’Enseignement supérieur et de la Recherche),
- den Niederlanden (Robert Oosterhuis, Research Co-Ordinator Ministry of Education, Culture and Science).

EUBAM ist eine interministerielle Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die aus einem Zusammenschluss von Vertretern aus Politik, Kultur sowie von Experten der Bereiche Bibliotheken, Archive, Museen und Denkmalpflege besteht. Initiiert wurde EUBAM durch den früheren Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. h. c. Klaus-Dieter Lehmann. Der Vorsitz der EUBAM-Arbeitsgruppe wurde bei dessen Ausscheiden aus dem Amt an den neuen Präsidenten der Stiftung übergeben. Das Institut für Museumsforschung koordiniert die spartenspezifischen Sekretariate und nimmt das Sekretariat für die Museen wahr. Das Sekretariat für die Bibliotheken betreut die Staatsbibliothek zu Berlin, jenes für die Archive wird vom Bundesarchiv wahrgenommen. Für die Denkmalpflege leitet die Oberste Denkmalbehörde Berlins das Sekretariat.

EUBAM hat das Ziel, den Informationstransfer zwischen EU-Gremien und den deutschen Kultursparten zu verbessern. Ziel war es insbesondere, Aktivitäten und Interessen vor allem für Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu und der Erhaltung von beweglichem und unbeweglichem Kulturgut übergreifend zu bündeln. Deshalb informiert EUBAM über die Digitalisierung im europäischen Kontext. Aus EUBAM heraus wurden die Initiative des Aufbaus der Deutschen Digitalen Bibliothek gewünscht und die Einrichtung entsprechender Arbeitsgruppen unterstützt.

EUBAM richtet sich an Institutionen, deren Interessen sie gegenüber den amtlichen Stellen der Europäischen Union vertritt, und an staatliche Stellen in Deutschland, die sie bei der Formulierung von politischen Zielen zur Erhaltung und Pflege des gemeinsamen kulturellen Erbes unterstützt.

Die Kooperation zwischen dem Institut für Museumsforschung und der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes besteht seit vielen Jahren. Gemeinsam mit der Fachgruppe veranstaltet das Institut jährlich das Berliner Herbsttreffen zur Museumsdokumentation. Die stellvertretende Leiterin des Instituts ist die Vorsitzende der Fachgruppe Dokumentation. Eines der gemeinsam (mit weiteren Partnern) im Ausbau befindlichen Projekt ist www.museumsvokabular.de.

MICHAEL ist ein Kulturportal zum Nachweise digitalisierter Sammlungen in Europa. Es ermöglicht ein einfaches Auffinden der vielfältigen, digital verzeichneten Sammlungen und Bestände aus Museen, Bibliotheken und Archiven. Begonnen von Frankreich, Großbritannien und Italien haben weitere Länder nationale Portale aufgebaut, die im europäischen Portal zusammenfließen, das damit den Nutzern mehrsprachige Zugänge bietet. Das deutsche Portal ist unter www.michael-portal.de erreichbar. Das Portal wurde zunächst im Rahmen von EU-Projekten aufgebaut. Nach Auslaufen dieser Förderung wurde ein Verein zur Wahrnehmung der Aufgaben eingerichtet. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist Mitglied der MICHAEL-Assoziation.

Weitere Informationen: www.michael-culture.org

MINERVA ist ein Netzwerk, das Digitalisierungsaktivitäten in Europa unterstützt. Es wurde seit 2002 im Rahmen mehrerer EU-Projekte (MINERVA, MINERVA Plus, MINERVA eC) gefördert. Im Rahmen von MINERVA entstanden Handreichungen und Empfehlungen zu relevanten Fragen der Digitalisierung im Kulturbereich.

Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin bietet in Kooperation mit dem Institut für Museumsforschung ein Weiterbildungsprogramm MuseumsManagement – Bausteinprogramm mit Zertifikat an. Beteiligt sind daran ebenfalls die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität Lüneburg, das Institut für Volkskunde der Universität Hamburg, die Fachhochschule Potsdam und die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg.

Das modular gegliederte Programm mit zehn Pflicht- und Wahlseminaren innerhalb von circa zwölf Monaten wendet sich sowohl an Museumsleitungen als auch an wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Museen, Kustoden und Restauratoren, die Managementkenntnisse erwerben möchten.

Die Dozentinnen und Dozenten sind Wissenschaftler und Praktiker aus verschiedenen deutschen Hochschulen und Museen sowie dem Institut für Museumsforschung.

Das Portal www.museumsvokabular.de ist eine Initiative zur Bereitstellung, Bearbeitung, Angleichung und Vernetzung von Museumsvokabular. Um Museumsobjekte zu inventarisieren und für die Katalogisierung zu beschreiben, ist – gemäß der ungeheuren Vielfalt an Objekten – umfangreiches, fachlich gestütztes Vokabular erforderlich. Um wichtige, für grundlegende Arbeiten notwendige Vokabulare leicht und zusammenhängend verfügbar zu machen, haben die Fachgruppe Dokumentation/Deutscher Museumsbund, das Zuse-Institut Berlin, die digicult-Verbund eG und das Institut für Museumsforschung diese Initiative ins Leben gerufen und bauen sie kontinuierlich gemeinsam mit weiteren Partnern aus.

Das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen (NEMO) hat sich zum Ziel gesetzt, als beratendes Organ für die Europäische Union zu fungieren und der im Maastrichter Vertrag formulierten Idee einer wachsenden Bedeutung und eines größeren Stellenwertes der Kultur in Europa Rechnung zu tragen.

Schwerpunktthemen der langjährigen Netzwerk-Tätigkeit sind die Vertretung der Belange und der Bedeutung der Museen in Europa bei den Gesetzgebern, die Verbreitung von Informationen über museumsrelevante Initiativen der Europäischen Union sowie die Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs von Museen und Museumsorganisationen in Europa.

Ziel von "nestor" ist es, bestehende Aktivitäten zur Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Quellen in Deutschland durch Austausch und Kooperation auf nationaler und internationaler Ebene zu verbessern. Der Aufbau von "nestor" wurde zunächst vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Nach Ablauf der Förderung werden die "nestor"-Aktivitäten von einer Gruppe von Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen weiter betrieben. Das Institut für Museumsforschung vertritt die Interessen deutscher Museen und engagiert sich insbesondere in der AG "Meda".

In diesem gemeinsamen Forschungsprojekt des Instituts für Museumsforschung mit dem Institut für klassische Archäologie der Freien Universität Berlin geht es darum, die Entwicklung einer spezialisierten Verwissenschaftlichung der musealen Inszenierung am Beispiel der beiden erstgebauten Berliner Museen, des Alten (1823–1830) und des Neuen Museums (1843–1855), innerhalb der internationalen Perspektive der Museumslandschaft der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu analysieren und diesen Prozess nachzuzeichnen.