How to talk with birds, trees, fish, shells, snakes, lions and bulls

16.11.2018 bis 31.03.2019
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Ein Projekt von Antje Majewski mit Agnieszka Brzeżańska & Ewa Ciepielewska, Carolina Caycedo, Paweł Freisler, Olivier Guesselé-Garai, Tamás Kaszás, Otobong Nkanga, Paulo Nazareth, Issa Samb, Xu Tan

Antje Majewski (geboren 1968 in Marl) untersucht in ihren künstlerischen Arbeiten die Beziehungen zwischen Natur und Kultur, wobei ihre Praxis sowohl kollaborativ als auch transdisziplinär ist. Majewski interessiert sich für das imaginative Potential von Kunst und deren Fähigkeit, Geschichten auf eine offene Art zu erzählen, um ein diverses Publikum anzusprechen. Sie hat Künstlerinnen und Künstler eingeladen, in einen Dialog zu treten und dessen Ergebnisse in der Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zu präsentieren.

Ausgangspunkt von How to talk with birds, trees, fish, shells, snakes, lions and bulls ist die Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit bedrohten Orten, Gemeinschaften und Lebenswelten. Sie untersuchen, wie solche Ökosysteme und sozialen Gefüge von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern belebt und welche Anstrengungen unternommen werden, sie zu bewahren. In der künstlerischen Auseinandersetzung mit unseren natürlichen und kulturellen Lebensräumen werden Fragen aufgeworfen, die in den kommenden Jahren zwingend eine Antwort erfordern, da das Schicksal der Menschen mit dem aller anderen Bewohner der planetarischen Ökosysteme verbunden ist. Mit der Welt in ihren lokalen Einzelteilen zu sprechen, bedeutet, mit ihr als etwas Ganzem zu interagieren. Eine solche Form der Interaktion ist unausweichlich sowohl historisch wie auch politisch.

Die an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler agieren in verschiedenen künstlerischen Sprachen. Sie stellen die heute dominierenden Formen unserer Beziehung zur Umwelt in Frage – von feministischen Standpunkten aus, durch eine Kritik kolonialer Machtstrukturen oder mit Vorschlägen für ein radikal antikapitalistisches Zusammenleben von Menschen, anderen Lebewesen und Materie. Die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen Natur und Kultur, das Ausloten von Kommunikationsformen zwischen den Spezies und eine Achtsamkeit gegenüber denen, die verletzlicher sind als wir, ermöglichen alternative Formen des Miteinanders, die nicht utopisch sind, sondern vor unseren Augen stattfinden.

Das Ausstellungsprojekt versteht Kunst als einen Bereich, der sich in einem konstanten Prozess der Transformation befindet. In diesem werden Objekte durch Interaktionen mit Tieren oder Pflanzen belebt, aber auch durch pädagogische und aktivistische menschliche Handlungen. Ökologie in diesem weiten Sinne meint nicht nur das Nachdenken über Pflanzen, Tiere, Boden, Luft oder Solarenergie, sondern auch über Städte, Bauern, Kinder und nicht zuletzt das Museum selbst.

Kuratorinnen: Aleksandra Jach (Muzeum Sztuki, Łódź), Melanie Roumiguière (Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin)

Besuchereingang

Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

S+U Hauptbahnhof:
U-Bahn U55
S-Bahn S5, S7, S75
Tram M5, M8, M10
Bus TXL, 120, 123, 142, 147, 245, M41, M85, N20, N40

So 11:00 - 18:00
Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00
Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 20:00
Fr 10:00 - 18:00
Sa 11:00 - 18:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen
Kassenschluss und letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.

Ab 4. Dezember 2017 ist Halle 4 der Rieckhallen wegen Ausstellungsaufbaus geschlossen. Geöffnet sind Halle 1-3 und Halle 5 mit Werken von Paul McCarthy, Richard Artschwager, Daniel Buren, Wolf Vostell, Susan Philipsz, Stan Douglas, Urs Fischer, Thomas Schütte, Shahryar Nashat, Ilya Kabakov und Bruce Nauman.

Ab 8. Januar 2018 sind die gesamten Rieckhallen wegen Ausstellungsaufbaus geschlossen.

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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