Die Anfänge der Gipsformerei sind mit den Namen berühmter Berliner Bildhauer des 19. Jahrhunderts wie Christian Daniel Rauch, Ludwig Wilhelm Wichmann und Christian Friedrich Tieck eng verbunden: In ihren Werkstätten wurden Abformungen der antiken Stücke aus Berlin und Potsdam hergestellt. Der Entschluss, für die Berliner Museen eine eigene Sammlung von Gipsabgüssen zu gründen, trug der neu entstandenen Formerei weitere Aufgaben und größere öffentliche Wirksamkeit zu. Nun wurden nicht nur fertige Abgüsse erworben, sondern auch Formen, die den Verkauf von Museumsrepliken an Privatpersonen ermöglichten.

Seither hat die Gipsformerei an die 7.000 Objekte gesammelt und ist damit weltweit die größte Institution ihrer Art. Der einmalige Schatz dieses Hauses besteht einerseits in der besonderen Sammlung an originalen Museumsabformungen, andererseits in der Erfahrung und den kunsthandwerklichen Fertigkeiten der Mitarbeiter, die diese Meisterwerke herstellen.

Der gesamte Formenbestand steht grundsätzlich jedem Wunsch nach der Anfertigung einer Museumsreplik offen. Ganz gleich, ob es sich dabei um ein nur wenige Zentimeter großes Siegel oder um überlebensgroße Figurengruppen handelt, wie die des Farnesischen Stiers oder der Laokoon-Gruppe: Die Mitarbeiter fertigen auf Wunsch alle Stücke, die der Formenbestand enthält.

Postanschrift:
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Leitung: Miguel Helfrich
Werkstatt: Thomas Schelper und Stefan Kramer
Verkauf: Roland Wilhelm