Forschung

Die Gemäldegalerie engagiert sich traditionell in der kunsthistorischen und -technologischen Forschung. In ihrer enzyklopädischen Vollständigkeit und ihrem systematischen Aufbau bietet sie eine perfekte Grundlage für die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen. Seit einigen Jahren bemüht sich die Gemäldegalerie, die eigenen Bestände in einer Serie kritischer Bestandskataloge zu erarbeiten und der interessierten Öffentlichkeit vorzulegen. Neben diesen vorwiegend auf das eigene Haus konzentrierten Vorhaben bestehen nationale und internationale Kooperationen.

Forschungsprojekte der Gemäldegalerie

Die Berliner Gemäldegalerie verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen von Rembrandt-Gemälden. Seit 1985 ist es ihr zudem in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin als einzigem Museum weltweit möglich, die Untersuchungsmethode der Neutronenautoradiographie (NAR) systematisch anzuwenden. Aufgrund dieser Zusammenarbeit konnten für den vollständigen Bestand an Rembrandt-Bildern der Gemäldegalerie Neutronenautoradiographien angefertigt werden. Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese einzigartigen Aufnahmen in Verbindung mit kunsttechnologischen Untersuchungen erstmals ausführlich zu analysieren und die Befunde von Kunsthistoriker und Gemälderestaurator gemeinschaftlich auf ihre kunsthistorische und maltechnische Bedeutung auszuwerten. Neue, über die bisherige Forschung hinausgehende Erkenntnisse zur Bildgenese, Motiventwicklung, künstlerischen und maltechnischen Vorgehensweise stehen im Fokus der Forschungsarbeiten. Voraussetzung für diese umfassenden, neuen Erkenntnisse ist intensiver interdisziplinärer Austausch und enge fachübergreifende Zusammenarbeit. Die einzelnen Aspekte, deren Untersuchung geplant ist, werden in der Bildergalerie vorgestellt.

Die gemäldetechnologischen Daten und die technischen Aufnahmen (Neutronenautoradiographien, Röntgen-, Infrarot- und Mikroskopaufnahmen) mit den dazu notwendigen Erklärungen sowie kunstwissenschaftlichen und sammlungsgeschichtlichen Daten und aller im Laufe der Jahre zusammengetragenen Dokumente sollen anschließend im Rahmen der Rembrandt Database öffentlich zugänglich gemacht werden.

The Rembrandt Database

Die Rembrandt Database ist eine stetig wachsende Datenbank, die langfristig weiterentwickelt wird und somit den zentralen Ausgangspunkt für zukünftige Rembrandt-Forschungen bildet. Ziel der Datenbank ist es, einen neuen digitalen Zugang zu den Gemälden Rembrandts zu ermöglichen, Informationen und Fachwissen zusammenzuführen und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig wird die bestehende Dokumentation digital erschlossen, in ihren Kontexten aufgearbeitet und so für die Zukunft bewahrt. Die Dokumentationsdateien werden Informationen zu Werken von (oder ehemals) Rembrandt zugeschriebenen Gemälden enthalten. An der Entwicklung der Database sind zahlreiche internationale Museen mit bedeutenden Rembrandt-Beständen, wissenschaftliche Einrichtungen und unabhängige Wissenschaftler beteiligt. Geplant ist eine detaillierte Zusammenstellung von Restaurierungsdokumentation, technischen Daten sowie wissenschaftlichen und kunsthistorischen Informationen zu den jeweiligen Bildern.

Angestrebte Ergebnisse und Ziele: Untersuchung der Rembrandt-Gemälde unter besonderer Berücksichtigung der Neutronenautoradiographien; Digitalisierung des Bildmaterials und wichtiger Dokumente; Aufnahme aller Daten in die Rembrandt Database
Projektträger: Andrew W. Mellon-Foundation, Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie in Den Haag / Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH
Projektverantwortliche:
Berlin: Prof. Dr. Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie
Dr. Babette Hartwieg, Chefrestauratorin der Gemäldegalerie
Dr. Andrea Denker, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH
Den Haag: Rudi Ekkart, Direktor des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie Wietske Donkersloot, Projektleiterin The Rembrandt Database
Projektteam: Dr. Katja Kleinert, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gemäldegalerie Claudia Laurenze-Landsberg, Gemälderestauratorin und Expertin für Neutronenautoradiographien der Gemäldegalerie
Kooperationspartner: Rijksmuseum, Amsterdam; Doerner Institut, München; Museum of Fine Arts, Boston; Mauritshuis, Den Haag; Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden; Gemäldegalerie Alte Meister, Museumslandschaft Hessen/Kassel, Kassel; Stedelijk Museum De Lakenhal, Leiden; National Gallery, London; Alte Pinakothek, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München; Frick Collection, New York; Metropolitan Museum of Art, New York; Palais du Louvre, Paris; Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam; Museum Catharijneconvent, Utrecht Zwischenergebnisse, Publikationen: Veröffentlichungen zu Forschungsergebnissen sind während der laufenden Untersuchungen in Fachzeitschriften zu Aspekten einzelner Werke Rembrandts geplant. Finanzierung: Andrew W. Mellon Foundation / Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH
Laufzeit: 2011– 2015

Die "Goldene Tafel" im Landesmuseum Hannover gehört zu den bedeutendsten Werken der Internationalen Gotik um 1400, einst diente sie als Hochaltarretabel der Benediktinerklosterkirche St. Michaelis zu Lüneburg. Dieses Altarwerk wird nun seit September 2012 von Kunsthistorikern, Historikern, Restauratoren und Naturwissenschaftlern in enger Zusammenarbeit grundlegend erforscht.

Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin ist Kooperationspartner in diesem interdisziplinären Forschungsprojekt. Mit Dipl. Restauratorin Dr. Babette Hartwieg und Dr. Stephan Kemperdick stellt die Gemäldegalerie restauratorische und kunsthistorische Expertise zur Verfügung. Das vierjährige Vorhaben zielt auf eine umfassende kunsthistorische und kunsttechnologische Erforschung des Werks ab. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt großzügig im Rahmen des Programms "Forschung in Museen" mit einem Betrag von 540.000 Euro. Zu den weiteren Förderern zählt die Klosterkammer. Weitere Informationen zur Goldenen Tafel und dem Forschungsvorhaben finden Sie auf der Website des Landesmuseums Hannover.

Kooperationspartner: Niedersächsisches Landesmuseums Hannover; Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin; Städel-Kooperationsprofessur der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der HAWK Hildesheim
Ansprechpartner: Prof. Dr. Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie; Dr. Babette Hartwieg, Leiterin der Restaurierungswerkstatt, Gemäldegalerie; Dr. Stephan Kemperdick, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Gemäldegalerie

Gefördert durch: VolkswagenStiftung; Klosterkammer Hannover
Laufzeit: 2012–2016

 

Dank der Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin ist es der Gemäldegalerie seit über zwanzig Jahren als einzigem Museum weltweit möglich, die Untersuchungsmethode der Neutronenautoradiografie (NAR) und der Gammaspektroskopie systematisch anzuwenden und in ihre Museumsarbeit einzubeziehen. Die Neutronenautoradiografie ist eine äußerst vielseitige und erfolgreiche Methode zur zerstörungsfreien Untersuchung von Gemälden. Sie gibt Aufschluss über die verwendeten Pigmente, den Pinselduktus, den Erhaltungszustand der Malschichten und die verschiedenen Stadien der Werkgenese. Zusammen mit anderen technischen Untersuchungsmethoden bietet die Neutronenautoradiografie damit besondere Möglichkeiten, Einblick in den Schaffensprozess eines Malers zu nehmen. Das langfristige Kooperationsprojekt dient der wissenschaftlichen Neubearbeitung von Gemälden.

Kooperationspartner: Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH Helmholtz-Zentrum Berlin
Ansprechpartner: Claudia Laurenze-Landsberg, Restauratorin, Gemäldegalerie; Christoph Schmidt, Fotograf, Gemäldegalerie

Besuchereingang

Matthäikirchplatz
10785 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen

U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00 Uhr
Mi 10:00 - 18:00 Uhr
Do 10:00 - 20:00 Uhr
Fr 10:00 - 18:00 Uhr
Sa 11:00 - 18:00 Uhr
So 11:00 - 18:00 Uhr

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen
Studiengalerie: Di - Do geschlossen, Fr 10:00 - 18:00 Uhr, Sa + So 11:00 - 18:00 Uhr

Kassenschluss jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.

Museumskarte Gemäldegalerie
10,00 EUR, ermäßigt 5,00
Onlineshop: 9,00 EUR, ermäßigt 4,50
Ticket kaufen

Bereichskarte Gemäldegalerie + Neue Nationalgalerie/Sammlung + Musikinstrumenten-Museum
12,00 EUR, ermäßigt 6,00
Onlineshop: 11,00 EUR, ermäßigt 5,50
Ticket kaufen

Bereichskarte Kombi Kulturforum + Marsden Hartley
16,00 EUR, ermäßigt 8,00
Onlineshop: 15,00 EUR, ermäßigt 7,50

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,- EUR
Weitere Informationen

Tel.: 030 / 266424242 (Mo - Fr 9 - 16 Uhr)
Fax: 030 / 266422290
service@smb.museum



Postanschrift:
Stauffenbergstraße 40
10785 Berlin

Tel.: 030 / 266424001
Fax: 030 / 266424003
gg[at]smb.spk-berlin.de  

Fotoarchiv:

Tel.:  030 / 266 42 4009
Fax: 030 / 266 42 4003

Direktor: Prof. Dr. Bernd Lindemann

Café und Restaurant im Kulturforum
Frau Rave
Tel.: 030 / 266428501

Buchhandlung Wasmuth
Frau Baron/ Frau Körzell
Tel.: 030 / 26554921