Späte Heimkehr. Schenkung verloren geglaubter Altarfigur

04.03.2014
Bode-Museum

Mehr als 100 Jahre, nachdem Wilhelm von Bode 1909 den mittelalterlichen Mindener Altar erwarb, kehrt nun eine seiner bereits damals verloren geglaubten Figuren zurück: In einer großzügigen Geste schenkte Godehard Waldmann die kleine Holzfigur in Erinnerung an seinen Vater Heinrich Waldmann den Staatlichen Museen zu Berlin. Zuvor hatte sie der Direktor des Hildesheimer Dom-Museums, Michael Brandt, als dem Mindener Altar zugehörig erkannt. Im Bode-Museum, wo dieser Altar steht, wird die Figur nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Hochaltarretabel des Mindener Altars besteht aus einem romanischen Unterbau oder "Predella", der auf 1220/30 datiert wird, sowie einem gotischen Hauptteil, der um etwa 1425 entstand. Nach neuesten Erkenntnissen wurden beide Teile im späten 17. Jahrhundert zusammen gefügt. Zum Retabel gehörten ursprünglich 43 kleine Figuren. Davon sind heute 24 erhalten, 22 davon im Bode-Museum, zwei befinden sich im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, weitere Figuren sind zerstört oder verschollen.


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