Sammlungen vor Ort

Seit dem 19. Jahrhundert gehören die Häuser auf der Museumsinsel Berlin zur internationalen Spitze der archäologischen Forschung. Ihre Grabungen haben Archäologiegeschichte geschrieben. Forscher der Sammlungen auf der Museumsinsel haben die Entdeckung und Untersuchung einiger der bedeutendsten Stätten Europas, des Orients und des Mittelmeerraums entschieden vorangebracht. Von Anbeginn hat diese Pionierarbeit die unterschiedlichsten Disziplinen gemeinsam gefordert: Vorderasiatische Archäologie, Ägyptologie, Klassische Archäologie, Altorientalistik, Altphilologie, Epigrafik und Numismatik. Diese Tradition setzt sich im Archäologischen Zentrum zukunftsweisend fort. Fünf archäologische Museen von Weltrang nutzen dieses Haus als gemeinsame interdisziplinäre Plattform für ihr Personal, ihre wissenschaftliche Arbeit, ihre Labore und Forschungsinstrumente:

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bezog im Mai 2012 als erste der archäologischen Sammlungen das Archäologische Zentrum und gehört zu seinen Hauptnutzern. Sein Direktor und viele der wissenschaftlichen Mitarbeiter haben ihre lichtdurchfluteten Räume im weitläufigen Flachbau.

Seit November 2012 befinden sich Büros der Mitarbeiter, Archive und Teile des Sammlungsbestandes sowie der Bibliothek und Werkstätten des Vorderasiatischen Museums im Archäologischen Zentrum.

Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung betreut im Archäologischen Zentrum seinen Bestand in fünf Restaurierungswerkstätten, die für Objekte aus Stein, Keramik, Metall, Papyrus und Holz einschließlich anderer organischer Materialien verantwortlich sind. Hinzu kommen Depots sowie die Arbeitsplätze der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Das Museum für Islamische Kunst hat mit modernen Depots seinen Platz im Archäologischen Zentrum gefunden. Diese entsprechen nicht nur neuesten konservatorischen Ansprüchen, sondern sollen als Schaudepots Besucherinnen und Besuchern nach Anmeldung einen direkten Blick auf das Objekt ermöglichen.

Anders als bei den übrigen Museen, die das Archäologische Zentrum in den Museumshöfen nutzen, verbleiben die Diensträume der Wissenschaftler der Antikensammlung bis auf Weiteres im Alten Museum. Im Archäologischen Zentrum befinden sich seit November 2012 die Sammlungsbibliothek aus dem Alten Museum sowie die Skulpturendepots und die Stein-Restaurierungswerkstätten aus dem Pergamonmuseum.

Neben den archäologischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin wird das Archäologische Zentrum von Kunstbibliothek und Zentralarchiv genutzt. Die Kunstbibliothek hat dort ihre Archäologische Bibliothek eingerichtet: Einzigartige Literaturbestände zur Archäologie, die in mehr als 150 Jahren von den Häusern der Museumsinsel Berlin zusammengetragen wurden, sind nun hier in ihrer Gesamtheit zugänglich. Für die Neuaufstellung wurde der Bestand von 150.000 Medien nach internationalen Bibliotheksstandards systematisiert und steht für Forscher aus aller Welt zur Verfügung. Zudem hält die Kunstbibliothek in Freihandaufstellung Literatur zur Geschichte der einzelnen Museen bereit sowie eine vollständige Sammlung der von den ehemals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin seit ihrer Gründung im Jahre 1830 publizierten Bestands- und Forschungsliteratur. Diesem sammlungsübergreifenden Blick auf die Geschichte der Königlichen/Staatlichen Museen zu Berlin widmet sich das Zentralarchiv mit seinen Aktenbeständen, archivischen Sammlungen und Nachlässen. Benutzer haben die Möglichkeit, sich im Lesesaal des Archäologischen Zentrums in dieses "historische Gedächtnis" der Museen zu vertiefen.

Adresse
Geschwister-Scholl-Straße 6
10117 Berlin

Verkehrsverbindungen
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße)
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
Bus 147 (Friedrichstraße)

Lesesaal und Freihandbibliothek
Mo – Fr 9 – 20 Uhr
Studiensaal
Mo – Fr 9 – 17 Uhr

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich:
Tel.: 030 / 266425820
auskunft.ab[at]smb.spk-berlin.de

Lesesaal
Mo –Fr 9 –20 Uhr
Servicezeiten
Mo 12 –16 Uhr
Di –Fr 9 –16 Uhr

Eine vorherige schriftliche Anmeldung ist erforderlich:
za[at]smb.spk-berlin.de