AVANTGARDE | Das Programm der Staatsbibliothek

Avantgarde und Kunstmarkt

Über die Anfänge einer komplexen Beziehung

Vortrag

Erwachsene

Termin: Mi 09.07.2014 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ort: Staatsbibliothek zu Berlin - Potsdamer Strasse
Treffpunkt: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße 33, Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Anmeldung:

AVANTGARDE!
Kunstbibliothek

In dem Vortrag werden u. a. das historische Umfeld des frühen 20. Jahrhunderts, in dem Herwarth Walden, Paul Cassirer, Heinrich und Justin Thannhäuser, Alfred Flechtheim und andere ihren "Kampf um die (moderne) Kunst" führten, beleuchtet.

Herzog konstatiert, dass "im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts der Kunstmarkt begann, dem Neuen die Tür in die Kunstöffentlich-keit aufzuschließen. Die akademische Kunstgeschichte erkannte dies erst seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts an und erforscht es seither. Der wesentliche Grund für die Ausgrenzung des Kunsthandels aus der allgemeinen Kunstgeschichte war die sozial konstruierte Unterscheidung der Kunst als etwas gleichsam Heiliges, Reines, Schönes, Wahres, Gutes und Freies, im Gegen-satz zum vermeintlich Unheiligen, ja sogar Sündigen, Schmutzigen und immer auf das zweckgebundene, unfreie Geld Gerichtete. Bis heute leben, ringen und leiden Künstler und die Kunsthändler mit dieser Teilung, zugleich pflegen sie diese auch, weil sie eben da-von profitieren."

 

Referent: Günter Herzog, Zentralarchiv des Internationalen Kunsthandels in Köln