Indianische Moderne, Ausstellung im Ethnoligischen Museum 03.03. bis 28.10.2012

Stationen der indianischen Moderne

Prähistorische und frühe historische Zeit: Felsmalereien, bemalte Keramik, zeremonielle Wandmalereien, Malereien auf Leder, bemalte Hauswände, Ritzzeichnungen auf Birkenrinde, Sandbilder.

1875

„Erfindung“ der Ledger-Kunst (farbige Zeichnungen in Kassenbüchern) in Fort Marion, Florida, durch deportierte indianische Gefangene aus Oklahoma.

1890

Der Ethnologe Jesse Walter Fewkes beauftragt drei Hopi-Indianer, farbige Zeichnungen von Kachina-Tänzern anzufertigen.

1910

Entstehung einer Malschule im Pueblo San Ildefonso in New Mexico.

1918

„Entdeckung“ einer Gruppe von Kiowa-Malern auf der Kiowa-Agentur in Oklahoma durch Susie Peters.

1928

Die Künstlergruppe Kiowa Five aus Oklahoma nimmt am International Art Congress in Prag teil.

1932

Gründung des Studios für indianische Malerei an der Santa Fe Indian School in Santa Fe, New Mexico, durch die Kunsterzieherin Dorothy Dunn.

1960

Einrichtung des Southwestern Indian Art Project in Tucson, Arizona.

1962

Gründung des Institute of American Indian Arts in Santa Fe, New Mexico, einer staatlichen Kunstakademie zur Ausbildung und Förderung von indianischen Künstlern.

Erste Ausstellung von Norval Morrisseau, des Begründers der “Waldland-Schule” (auch Legend painting genannt) in einer Galerie in Toronto, Kanada.

1964

Der Luiseno-Künstler Fritz Scholder nimmt seine Lehrtätigkeit am Institute of American Indian Arts in Santa Fe auf.

1968

Gründung der Kitanmax School of Northwest Coast Indian Art in ‘Ksan, British Columbia.

1969

Eröffnung der Arts of the Raven Gallery in Victoria, British Columbia, durch den Kwakiutl-Künstler Tony Hunt.

1973

Gründung der Künstlergruppe „Artist Hopid“ durch fünf Hopi-Maler.

Einrichtung des von Indianern geleiteten Carl N. Gorman Museum an der University of California in Davis.

1975

Erster Ankauf von moderner indianischer Kunst für das Ethnologische Museum Berlin.

1977

Gründung der Northwest Coast Indian Artists Guild durch elf Künstler von der Nordwestküste.

1978

Ausstellung One Hundred Years of Native American Painting im Oklahoma Museum of Art in Oklahoma City.

1979

Ausstellung Donnervogel und Raubwal. Die indianische Kunst der Nordwestküste Nordamerikas im Hamburgischen Museum für Völkerkunde.

1981

Ausstellung Native American Arts ’81 im Philbrook Art Center in Tulsa, Oklahoma.

1985

Wanderausstellung Indianische Kunst im 20. Jahrhundert in Deutschland und der Schweiz.

1990

Verabschiedung des American Indian Arts and Crafts Act, der besagt, dass nur Mitglieder einer anerkannten indianischen Gemeinschaft ihre Kunstwerke als “indianisch“ anbieten dürfen.

1999

Eröffnung der Dauerausstellung Indianer Nordamerikas – vom Mythos zur Moderne im Ethnologischen Museum Berlin mit einer ständigen Präsentation von moderner indianischer Kunst.

2004

Eröffnung des National Museum of the American Indian in Washington mit der zeitgleichen Sonderausstellung Native Modernism.

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