Stationen der indianischen Moderne
Prähistorische und frühe historische Zeit: Felsmalereien, bemalte Keramik, zeremonielle Wandmalereien, Malereien auf Leder, bemalte Hauswände, Ritzzeichnungen auf Birkenrinde, Sandbilder.
| 1875 | „Erfindung“ der Ledger-Kunst (farbige Zeichnungen in Kassenbüchern) in Fort Marion, Florida, durch deportierte indianische Gefangene aus Oklahoma. |
| 1890 | Der Ethnologe Jesse Walter Fewkes beauftragt drei Hopi-Indianer, farbige Zeichnungen von Kachina-Tänzern anzufertigen. |
| 1910 | Entstehung einer Malschule im Pueblo San Ildefonso in New Mexico. |
| 1918 | „Entdeckung“ einer Gruppe von Kiowa-Malern auf der Kiowa-Agentur in Oklahoma durch Susie Peters. |
| 1928 | Die Künstlergruppe Kiowa Five aus Oklahoma nimmt am International Art Congress in Prag teil. |
| 1932 | Gründung des Studios für indianische Malerei an der Santa Fe Indian School in Santa Fe, New Mexico, durch die Kunsterzieherin Dorothy Dunn. |
| 1960 | Einrichtung des Southwestern Indian Art Project in Tucson, Arizona. |
| 1962 | Gründung des Institute of American Indian Arts in Santa Fe, New Mexico, einer staatlichen Kunstakademie zur Ausbildung und Förderung von indianischen Künstlern. Erste Ausstellung von Norval Morrisseau, des Begründers der “Waldland-Schule” (auch Legend painting genannt) in einer Galerie in Toronto, Kanada. |
| 1964 | Der Luiseno-Künstler Fritz Scholder nimmt seine Lehrtätigkeit am Institute of American Indian Arts in Santa Fe auf. |
| 1968 | Gründung der Kitanmax School of Northwest Coast Indian Art in ‘Ksan, British Columbia. |
| 1969 | Eröffnung der Arts of the Raven Gallery in Victoria, British Columbia, durch den Kwakiutl-Künstler Tony Hunt. |
| 1973 | Gründung der Künstlergruppe „Artist Hopid“ durch fünf Hopi-Maler. Einrichtung des von Indianern geleiteten Carl N. Gorman Museum an der University of California in Davis. |
| 1975 | Erster Ankauf von moderner indianischer Kunst für das Ethnologische Museum Berlin. |
| 1977 | Gründung der Northwest Coast Indian Artists Guild durch elf Künstler von der Nordwestküste. |
| 1978 | Ausstellung One Hundred Years of Native American Painting im Oklahoma Museum of Art in Oklahoma City. |
| 1979 | Ausstellung Donnervogel und Raubwal. Die indianische Kunst der Nordwestküste Nordamerikas im Hamburgischen Museum für Völkerkunde. |
| 1981 | Ausstellung Native American Arts ’81 im Philbrook Art Center in Tulsa, Oklahoma. |
| 1985 | Wanderausstellung Indianische Kunst im 20. Jahrhundert in Deutschland und der Schweiz. |
| 1990 | Verabschiedung des American Indian Arts and Crafts Act, der besagt, dass nur Mitglieder einer anerkannten indianischen Gemeinschaft ihre Kunstwerke als “indianisch“ anbieten dürfen. |
| 1999 | Eröffnung der Dauerausstellung Indianer Nordamerikas – vom Mythos zur Moderne im Ethnologischen Museum Berlin mit einer ständigen Präsentation von moderner indianischer Kunst. |
| 2004 | Eröffnung des National Museum of the American Indian in Washington mit der zeitgleichen Sonderausstellung Native Modernism. |