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Burgund: Maria und Maximilian
Authority: Maria (1477-1482), Herzogin von Burgund
Denomination: Schaumünze (Guldengroschen)
Date: 1477
Obverse: MAXI Z MARIA DEI GRA DVX Z - DVCISS AVSTRIE BG LOT BR Z. Wappen Habsburg/Burgund mit Mittelschild Flandern umgeben von der Kette des Ordens vom Goldenen Vließ. Darüber Erzherzogshut und Jahreszahl 14-77.
Reverse: TOTA PVLCRA ES AMI-CA MEA ET M-ACVLA NON EST IN TE [Vollkommen schön bist Du, meine Freundin, und kein Makel ist an Dir]. Im gotischen Schrein stehen in der Mitte Maria mit dem Jesuskind, links der heilige Andreas mit Kreuz, rechts der heilige Sebastian mit Pfeil und Bogen.
Silber, 32,48 g, 42 mm
Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin
Acc. 1879 Grote
Reference: A. de Witte, Histoire monétaire des comtes de Louvain. ducs de Brabant II (1896) 64; K. Moeser, Karl - F. Dworschak, Die große Münzreform unter Erzherzog Sigmund von Tirol (1936) Nr. 56 Taf. 19,5; E. Egg, Die Münzen Kaiser Maximilians I. (ohne Jahr) 41; B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 1100 (dieses Stück).
Inkunabel der Talerprägung. Früheste Großsilberprägung in Europa, entstanden anläßlich der Vermählung Maximilians von Österreich mit Maria von Burgund 1477 und sicherlich als Ehrengeschenk verwendet. Die ganz wenigen erhaltenen Exemplare differieren im Gewicht erheblich. Wegen des Mittelschildes auf der Wappenseite ist eine Entstehung in Flandern anzunehmen. Die Jahreszahl 1477 oberhalb des Schildes ist in gotischen Ziffern geschrieben. Die Umschrift der Rückseite nimmt beziehungsreich das Marienlob des Vespergebets auf, ersetzt aber den im Original stehenden Namen Marias durch 'Amica mea' (meine Freundin/Herrin), wohl als dezenten Hinweis auf Maria von Burgund aufzufassen.
Münzherr: Maximilian I. (1477-1519), seit 1493 deutscher König, 1508 Kaiser
Godparenthood: Anonymus
Recommended Quotation: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, 18217863
Latest Revision: 01.01.2013
Copyright: Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preussischer Kulturbesitz, besitzt das Copyright an den Webseiten unter www.smb.museum/ikmk. Das Copyright umfasst auch sämtliche darin enthaltene Texte und Bilder. Jede Weiterverwendung oder Reproduktion ist honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung erlaubt.