Die „größere“ Münze (nummus oder pecunia maiorina). Spätantike Bezeichnung für eine schwach silberhaltige Bronzemünze des 4. Jhs. n. Chr. Bezog sich wohl zunächst auf das neue Bronzenominal der Reform von 348 n. Chr. und wurde bei den bald in schneller Folge durchgeführten Geldreformen der nächsten Jahrzehnte jeweils auf ein entsprechendes Nominal übertragen. Gesetzestexte (Codex Theodosianus) erwähnen ein Verbot, das Silber aus den Münzen auszuscheiden, sowie Maiorina und Cententionalis über Provinzgrenzen zu handeln. Die Prägung der M. endete wohl um 388 n. Chr. im Westen und um 400 n. Chr. im Osten des Reiches. Unter Magnentius und Iulianus wurden auch Stücke doppelten Gewichts (Aes 1) ausgegeben. Siehe auch AE 1-4.
Ursprünglich eine mittelalterliche Gewichtseinheit (etwa Kölner Mark), später Bezeichnung für verschiedene lokale Münzwerte innerhalb Deutschlands, seit 1871 offizielle Währungsbezeichnung des Deutschen Reiches.
In Anlehnung an den Prager Groschen gaben die Markgrafen von Meißen seit 1338 einen eigenen Groschentyp aus, der auf der Vs. ein Lililienkreuz im Vierpaß, auf der Rs. den meißnischen Löwen und die Legende GROSSVS MARCHIONIS MISNENSIS zeigt. Diese Legende ist auf dem Meißner Groschengeld bis 1464 beibehalten worden, bildliche Veränderungen sind ab 1405 vorgenommen worden.
Synonym: Meissner Groschen
Das M. Ein 324 n. Chr. durch Constantinus I. eingeführtes spätantikes Silbernominal. Es gab ein leichtes M. zu 1/72 Pfund (= 4,55 g) und ein schweres M. zu 1/60 Pfund (= 5,45 g). Der Name ist erstmals 384 n. Chr. belegt. Das M. galt 1/12 Solidus und entsprach damit 2 Siliquen. Prägung im Westen unter Honorius I. (reg. 393-423 n. Chr.) eingestellt. - In Byzantinischer Zeit eine Silbermünze (dort Griechisch „Miliaresion“) von schwankendem Gewicht. Nach dem 7. Jh. nicht mehr geprägt, aber als Recheneinheit beibehalten. Nach Ansicht einiger Forscher aber weiter ausgegeben und vom 8.-14. Jh. im Verhältnis von 1 zu 12 zum goldenen Nomisma und 1 zu 288 zum follis gerechnet.
Synonym: Miliaresion
Die Mina oder Mine war ein altes orientalisches Gewicht und Recheneinheit, das auch Eingang in das griechische Gewichtssystem gefunden hat. Eine Mine entsprach 100 Drachmen bzw. Schekel (siehe dort) und 60 Minen einem Talent (siehe dort).
Synonym: Mina
Mehrzahl Multipla. Silber- oder Goldmünzen insbesondere der römischen Zeit (häufig auch als Medaillen bezeichnet), die als Vielfache eines Münzwertes immer nach einem einheitlichen Münzfuß geprägt wurden. Beispiele hierfür sind z.B. Mehrfachsolidi und -aurei. Siehe auch Aureus und Solidus.
Synonym: Multipla