Das Institut für Museumsforschung Das Institut für Museumsforschung ist eine bundesweit tätige Forschungs- und Dokumentationseinrichtung mit Konzentration auf sammlungsübergreifende Aspekte des Museumswesens. Es erbringt Leistungen für die Museen in Deutschland in den Bereichen Forschung, anwendungsorientierte Vermittlung und Dokumentation. Weitere Informationen zu den Arbeitsgebieten und Forschungsleistungen werden im Abschnitt Aufgaben dargestellt. Das Institut arbeitet in Ergänzung zu den regionalen, teilweise hoheitlich tätigen Museumsämtern und Fachberatungsstellen der Bundesländer. Es hat keine hoheitlichen Aufgaben im Sinne einer zentralstaatlichen Einrichtung und greift damit nicht in die Kulturhoheit der Länder ein. Die Forschungsvorhaben werden in Kooperation mit Fachleuten aus dafür relevanten wissenschaftlichen Disziplinen bearbeitet (Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft, Ingenieur- und Naturwissenschaften etc.). Die Projekte sind am Forschungsbedarf der Museen sowie an übergreifenden museumskundlichen Arbeitsfeldern und praxisrelevanten Fragestellungen orientiert. Das Institut für Museumsforschung wurde 1979 gegründet und als Abteilung der Staatlichen Museen zu Berlin dem Generaldirektor unterstellt. Es ist damit eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Das Institut - bisher "Institut für Museumskunde" - hat aus aktuellem Anlass eine Umbenennung beantragt. Hintergrund ist eine zunehmende Verwechslung mit universitären Instituten im Zuge der Einführung neuer Studiengänge. Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat in seiner Sitzung am 21. Juli 2006 der Umbenennung in "Institut für Museumsforschung" zum 1. August 2006 zugestimmt. Perspektive In den letzten Jahren ergibt sich eine sehr spürbare Schwerpunktverlagerung von einer mehr nationalen zu einer europäischen bzw. internationalen Perspektive, von pragmatischen Einzellösungen zur Entwicklung von Guidelines und Standards. Das "globale Dorf" existiert bereits in der Forschungsplanung und im Lernen von Partnern, bei denen manche Fragen schon seit längerer Zeit bearbeitet werden. Die Einführung Neuer Medien beschleunigt diese Entwicklung. Und nicht zuletzt werden auch die Museen von dem allgemeinen Strukturwandel ergriffen (Stichworte: neue Trägermodelle, Budgetierung, Privatisierung, Betriebswirtschaft statt Kameralistik ...), wodurch neue Aufgaben für das IfM entstehen. Arbeitsstelle für Provenienzforschung (AfP) Dem Institut angegliedert ist die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung. Sie hat die Aufgabe, Museen, Bibliotheken, Archive und andere öffentlich unterhaltene Kulturgut bewahrende Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland bei der Identifizierung solcher Kulturgüter in ihren Sammlungen und Beständen zu unterstützen, die während der Zeit des Nationalsozialismus den rechtmäßigen Eigentümern entzogen wurden.
Weitere Informationen sowie Antragsformulare finden sich unter folgender Adresse:
www.hv.spk-berlin.de/deutsch/projekte/ArbeitsstelleProvenienzforschung_1.php?navid=56  |