Besuch chinesischer Wissenschaftler im Kunstgewerbemuseum | © Foto Jingbo Li

Wissenschaftliche Austauschprogramme

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Staatlichen Museen zu Berlin sind in ein breites wissenschaftliches Netzwerk eingebunden. Über nationale und internationale Kooperationen mit anderen musealen Einrichtungen, aber auch Universitäten, Hochschulen, Akademien und weiteren Forschungsinstitutionen sind sie in interdisziplinären Forschungen vernetzt. Zur Förderung des Austauschs ihrer eigenen Mitarbeiter mit Wissenschaftlern weltweit haben sie mehrere Programme initiiert.

Chinesischen und deutschen Nachwuchswissenschaftlern der teilnehmenden Museen ermöglichte das Kulturaustauschprogramm mit dem National Museum of China in Peking einen organisierten Weiterbildungsaufenthalt an den Partnerinstitutionen zur beruflichen Weiterqualifizierung.

2011 und 2012 war die Ausstellung "Die Kunst der Aufklärung" im National Museum of China zu sehen. Im Kontext ihrer Vorbereitung wurde von den Staatlichen Museen zu Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München ein Kulturaustauschprogramm zur beruflichen Fortbildung ins Leben gerufen. Als weitere Partner wurden das Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin sowie die Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin gewonnen. Zwölf deutsche und chinesische Wissenschaftler nahmen jeweils 2010, 2011 und 2012 an dem musealen Bildungsprogramm teil. Sie lernten die jeweiligen Partnerinstitutionen und deren Sammlungen kennen und traten in intensiven Austausch mit Fachkollegen. 2013 begann ein neues Programm unter dem Titel "Museum Experts Exchange Program" mit veränderter Ausrichtung und um zusätzliche Partner erweitert.

Zusammen mit dem Goethe-Institut, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, arbeiten die Staatlichen Museen zu Berlin an einem neuen Mitarbeiteraustauschprogramm mit Museen in China. Es wird Mitarbeiter, die an ähnlichen Projekten oder in vergleichbaren Abteilungen arbeiten, zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterqualifizierung zusammenführen.

Dieses neue Austauschprogramm wird, aufbauend auf den Erfahrungen mit dem National Museum of China in Peking, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt entwickelt. Das Programm soll den Museumsmitarbeitern die Möglichkeit bieten, wichtige Ideen mit den Kollegen des Partnerlandes zu besprechen. So fördert es den persönlichen Austausch der Fachleute und schafft einen Raum für fruchtbare Gespräche über künstlerische und museale Anliegen sowie zukünftige Möglichkeiten der Zusammenarbeit. 2014 tauschen sich Restauratoren aus Berlin, Dresden und München mit ihren Kollegen in China aus.
Blog zum Museum Experts Exchange Program

Zur Förderung der musealen Forschung und der Zusammenarbeit der beiden großen Universalmuseen haben die Staatlichen Museen zu Berlin und das Metropolitan Museum of Art New York, ein Mitarbeiteraustauschprogramm ins Leben gerufen, mit dem dreiwöchige Gastaufenthalte an der Partnerinstitution ermöglicht werden.

Weltweit gibt es nur wenige Institutionen, die ein ähnlich breites Spektrum qualitätvoller Sammlungen besitzen wie die Staatlichen Museen zu Berlin. Im Metropolitan Museum of Art New York als einem der größten Universalmuseen der Welt haben die Staatlichen Museen zu Berlin den idealen Partner für ein gemeinsames Mitarbeiteraustauschprogramm gefunden. Ziel des Programms ist es, nachhaltig den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen den Häusern auf Mitarbeiterebene zu intensivieren und die sammlungsbezogene Forschung beziehungsweise den wissenschaftlichen Austausch zu fördern.

Pro Jahr können ein bis zwei Kuratoren einen dreiwöchigen Gastaufenthalt in einer Sammlung oder Abteilung der Partnerinstitution verbringen. Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, ein eigenes Forschungsvorhaben zu verfolgen, die Sammlungen der Partnerinstitution besser kennenzulernen und in intensiven Austausch mit den Fachkollegen zu treten. Ebenfalls möglich sind Reisen zu weiteren Sammlungen in den USA, die für die Forschungen der Mitarbeiter relevant sind.

Zusammen mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Indian National Trust for Art and Cultural Heritage und dem Goethe-Institut planen die Staatlichen Museen zu Berlin ein wissenschaftliches Austauschprogramm mit indischen Partnern im Bereich Restaurierung und Konservierung. An den Beständen der Museen ausgerichtet soll die Zusammenarbeit in Form von Forschungsreisen, Workshops und Praktika gefördert werden. Mittel- und langfristiges Ziel des Programms ist die Unterstützung in konservatorischen und restauratorischen Fragestellungen.

Durch das Goethe-Institut gefördert fand ein erster Austausch beider Partner 2011 und 2012 statt. Auf Basis dieser Konsultationen wird nun das Programm weiterentwickelt.