Online-Kataloge & Datenbanken

Die Staatlichen Museen zu Berlin stellen eine wissenschaftliche Infrastruktur von nationaler wie internationaler Bedeutung bereit. Sie erschließen ihre Sammlungsbestände durch Dokumentation und Digitalisierung und machen sie auf diese Weise zugänglich.

Mit der Verabschiedung ihrer Digitalisierungsstrategie haben sich die Staatlichen Museen zu Berlin verpflichtet, die digitale Erfassung ihrer Bestände verstärkt voranzutreiben. Sie können damit ebenfalls der allgemeinen Öffentlichkeit wie auch der Fachwelt angemessen zur Verfügung gestellt werden. Neben Digitalisaten ihrer Objekte – Bilder, Skulpturen, Bücher, Tonaufnahmen, Fotos und mehr – werden  auch sämtliche Nachweissysteme, wie Bibliothekskataloge, archivische Findmittel etc., ihrer Einrichtungen bereitgestellt.

Die Onlinedatenbank zu den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Musikinstrumentenmuseum des Staatlichen Instituts für Musikforschung „SMB-digital“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Ziel ist es, alle rund 5 Mio. Zeugnisse der Kunst, Kultur und Archäologie aus den Sammlungen in ihrer Vielfalt vollständig, multimedial und umfassend recherchierbar im Web zu veröffentlichen. Dazu gehören auch Archivalien und Tondokumente, aber nicht die Bücher, die im OPAC online verfügbar sind. SMB-digital bietet auch einen Zugang zu den Objekten, die nicht in den Dauerausstellungen präsentiert werden bzw. aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht ausgestellt werden können.

Aktuell sind knapp 180.000 Werke aus 17 Sammlungen der SMB und dem Musikinstrumentenmuseum des Staatlichen Instituts für Musikforschung auf SMB-digital veröffentlicht. Grundlage von SMB-digital ist das Museumsdokumentationssystem der Sammlungen, in dem alle Objekte dokumentiert werden. Die direkte Ausspielung aus dem internen Nachweissystem der Sammlungen ermöglicht es, dass die Informationen in SMB-digital immer den aktuellen Informationsstand wiedergeben.

Die Sammlungsobjekte werden mit den wichtigsten Werkinformationen und Abbildungen auf SMB-digital veröffentlicht. Die Onlinepräsentation wird kontinuierlich um Objekte, aber auch um Objektinformationen erweitert, aktuell um Angaben zur Provenienz. Neben Abbildungen der Objekte, werden auch Ton- und Audiodokumente sowie in Zukunft 3 D Modelle veröffentlicht werden.

SMB-digital bietet allen Interessierten sowohl in der Forschung als auch den breiten Publikum vertiefende Informationen zu den Sammlungen.

Die Onlinepräsentation wird in den nächsten Jahren um weitere Funktionen erweitert werden.

www.smb-digital.de

Der Katalog SMB-OPAC enthält alle seit dem Jahr 1995 erworbenen Monographien der Kunstbibliothek, alle abgeschlossenen und laufend gehaltenen Zeitschriften der Kunstbibliothek und die seit Januar 2004 erschlossenen Aufsätze. Ältere Titel kommen laufend hinzu.

Weiterhin enthält der Katalog die seit dem Sommer 2003 neu erworbenen Titel der Fachbibliotheken der folgenden Museen und Einrichtungen:    

Ethnologisches Museum
Institut für Museumskunde
Museum Europäischer Kulturen
Museum für Vor- und Frühgeschichte  

Eine öffentliche Benutzung der Bestände ist in den Lesesälen der Bibliotheken möglich.  

Ebenfalls nachgewiesen sind die seit dem Sommer 2003 neu erworbenen Titel der Handbibliotheken der folgenden Museen und Einrichtungen:  
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung     
Antikensammlung     
Gemäldegalerie     
Kunstgewerbemuseum     
Kupferstichkabinett     
Museum für Fotografie     
Museum für Indische Kunst     
Museum für Islamische Kunst     
Museum für Asiatische Kunst     
Münzkabinett     
Alte Nationalgalerie     
Neue Nationalgalerie    
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart     
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst     
Vorderasiatisches Museum     
Rathgen-Forschungslabor

Große Bestände der Papyrussammlung im Ägyptischen Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin wurden in der Berliner Papyrusdatenbank digitalisiert. Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes ist es digitale Abbildungen und alle relevanten Metadaten zu den in griechischer und lateinischer Sprache verfassten Texten der Papyrussammlung in einer Datenbank im Internet bereitzustellen.

Allen Altertumswissenschaftlern und am antiken Ägypten Interessierten bietet die Internetdatenbank Zugang zu hochwertigen Abbildungen der Originalobjekte und zusätzlichen Informationen bieten. Verlinkungen mit anderen Datenbanken erlauben einen erweiterten Zugriff auf altägyptische Papyri.

Derzeit befindet sich die Präsentation im Aufbau. In den kommenden Monaten wird die Zahl der aufgenommenen Stücke stetig steigen. Die Datenbank wird sukzessive um weitere Funktionen erweitert.

Zur Papyrus-Datenbank

Mit 8.200 verzeichneten Objekten bietet die Bilddatenbank erstmals einen umfassenden visuellen Eindruck der bis 1945 erworbenen antiken Bronzen, einem der wichtigsten Teilbereiche der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Mit der digitalen Inventarisierung verbunden konnten vielfältige neue Erkenntnisse zur Funktion einzelner Objekte, zur Erwerbungsgeschichte sowie zu anderen Aspekten gewonnen werden.

Seit 2007 sind bereits die von dem Archäologen und damaligen Direktor des Antiquariums Carl Friederichs 1871 im Bestandskatalog erfassten Bronzen der Antikensammlung im Internet zugänglich. Nun wurden auch, wie zuvor mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die in der Zeit von 1871 bis 1945 erworbenen Bronzen erschlossen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Berliner Stücke ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr im Bestand der Antikensammlung nachweisbar. Soweit vorhanden, wurden für die Bebilderung der Verluste Vorkriegsfotografien oder Zeichnungen in den Inventarbüchern herangezogen. Dank des Entgegenkommens von russischer Seite konnten auch die derzeit im Staatlichen Museum der Bildenden Künste A. S. Puschkin in Moskau aufbewahrten Bronzen gesichtet werden und ebenfalls in digitalen Aufnahmen in die Datenbank einfließen.

Zur Bilddatenbank "Antike Bronzen in Berlin"

Mit circa 5.500 Zeichnungen, Gouachen, Aquarellen und Grafiken ist die gesamte Sammlung von Werken Karl Friedrich Schinkels (1781–1841), die das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin beherbergt, in einem Online-Katalog abrufbar. Glaubte man, "seinen" Schinkel zu kennen – den Baumeister des klassischen Berlin, den Schöpfer der Bühnenbilder zu Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" und Vollender der Potsdamer Schlösserlandschaft –, so bietet der Online-Katalog nun die Möglichkeit, den "ganzen" Schinkel uneingeschränkt in den Blick zu nehmen. Die Suchergebnisse können in virtuellen Portefeuilles abgelegt werden, eine Zoomfunktion erlaubt Vergrößerungen. Per Mausklick kann Literatur zum jeweiligen Objekt aufgerufen werden, eine Kommentarfunktion dient dem direkten wissenschaftlichen Austausch.  

Die Erstellung des Online-Katalogs erfolgte im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Projekts "Das Erbe Schinkels" und versteht sich als "work in progress" – der Online-Katalog unterliegt in den kommenden Monaten noch weiteren technischen und redaktionellen Verbesserungen.

Zum Online-Katalog "Das Erbe Schinkles"

Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin bewahrt eine der größten numismatischen Sammlungen weltweit. Sein Sammelgebiet reicht von den Anfängen des Münzgeldes im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zu den Euros des 21. Jahrhunderts, von Finnland bis Südafrika, von Berlin bis Buenos Aires. Zum Gesamtbestand von über einer halben Million Objekten gehören neben Münzen und Medaillen auch Geldscheine, Marken und Jetons, Siegel und Petschafte sowie Münzstempel und andere historische Münzwerkzeuge.

Der interaktive Katalog bietet die Möglichkeit, sich nicht nur alle in den Ausstellungsräumen des Münzkabinetts präsentierten Stücke, sondern darüber hinaus auch eine ständig wachsende Zahl der im Tresor der Sammlung verwahrten Objekte "nach Hause" zu holen, am Bildschirm zu betrachten und mit numismatischen Hintergrundinformationen zu verknüpfen.

ww2.smb.museum/ikmk

Circa 2.000 antike Skulpturen der Antikensammlung sowie etwa 4.000 Abgüsse antiker Plastik in den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin und anderer Berliner Einrichtungen wurden im Projekt "Das Berliner Skulpturennetzwerk – Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik" der Antikensammlung digital erfasst, neu fotografisch aufgenommen und bearbeitet. In Kooperation mit der Freien Universität und der Arbeitsstelle für Digitale Archäologie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln konnten auf diese Weise historisch differenziert antike Aufstellungskontexte rekonstruiert sowie räumliche, funktionale und inhaltliche Zusammenhänge der Skulpturen neu gewonnen werden.

Die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts werden in Form von Online-Katalogen veröffentlicht, die im Sommer 2013 online gestellt werden.
Zum Online-Katalog der Berliner Skulpturen