Inklusion ist schön

Arbeitstagung
10. / 11. Dezember 2015

Eine Arbeitstagung des Referats Bildung, Vermittlung, Besucherdienste der Staatlichen Museen zu Berlin, im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

Inklusive Bildung ist ein herausragendes Thema der musealen Arbeit. Ausgehend von den Künsten stellte die Tagung das kreative und gestalterische Potential inklusiver Bildungsprozesse in den Mittelpunkt. In der Auseinandersetzung mit Best-Practice-Beispielen aus internationalen Museen diskutierten die Teilnehmer_innen Möglichkeiten, die künstlerische Ausdrucks-, Handlung- und Arbeitsformen für die Kunst- und Kulturvermittlung bieten. In Workshops erprobten sie Organisationsformen, Formate und Methoden inklusiver Bildungsarbeit.

Welche Chancen bieten sich für inklusive Bildung, wenn kreativ-künstlerische Prozesse initiiert und verstärkt werden? Was entsteht, wenn Diversität und Heterogenität als Potentiale und „Motoren“ begriffen werden. Welche Strategien lassen sich aus der bildenden und darstellenden Kunst sowie aus der Musik ableiten? Was passiert, wenn sich alle Akteure_innen auf Bildungsprozesse mit „unbestimmtem Ausgang“ einlassen? Welche Einstellungen und Rollenmuster müssen hinterfragt werden?

Mit „Inklusion ist schön“ möchten sich die Staatlichen Museen zu Berlin auf den Weg machen. Das Thema Inklusion erhält innerhalb der Bildungs- und Vermittlungsarbeit eine Schlüsselposition. Geplant ist eine langfristige, institutionsübergreifende Zusammenarbeit von Experten_innen verschiedener Professionen. In kreativer Zusammenarbeit sollen Handlungsräume und -formen inklusiver Kulturarbeit für die Museen entwickelt werden.

Die Tagung richtete sich an Akteure_innen mit und ohne Behinderung.

Die Tagung wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und von dem Verein der Freunde der Nationalgalerie e. V. unterstützt.

Für Leser_innen, die einen Screen-Reader benutzen, werden Hinweise zu folgenden Punkten vorgelesen:

Information und Barrierefreiheit
Tagungsprogramm
Informationen zu den Workshops
Information in leichter Sprache (PDF)

Tagungsbeitrag
140 EUR / 90 EUR ermäßigt *
* Studierende, Teilnehmer_innen des Bundesfreiwilligendienstes, Arbeitslose und Schwerbehinderte (mindestens 50 % MdE), gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises

Kontakt
Staatliche Museen zu Berlin
Bildung, Vermittlung, Besucherdienste
Genthiner Straße 38
10785 Berlin
Tel. 030 266 42 22 01
inklusion[at]smb.museum

Veranstaltungsort
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstraße 50 – 51
10557 Berlin

Verkehrsverbindungen
U-Bahn U6 (Naturkundemuseum)
S-Bahn S3, S5, S7, S75 (Hauptbahnhof)
Tram M6, M8, 12 (Naturkundemuseum)
Bus M41, M85, TXL (Hauptbahnhof); 120, 123, 147, 240, 245 (Invalidenpark)

Barrierefreiheit
Der Veranstaltungsort ist vollständig rollstuhlgeeignet.

Die Vorträge und ausgewählte Workshops werden in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. Kurzfassungen der Vorträge stehen in leichter Sprache sowie in Großdruck zur Verfügung. Die englischsprachigen Beiträge liegen als Kurztexte in deutscher Sprache vor. Der Tagungsablauf wird in Braille zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf stellen wir persönliche Begleitungen für die Orientierung am Veranstaltungsort. Bitte nehmen Sie in diesem Fall Kontakt zu uns auf. Wir weisen darauf hin, dass während der Tagung im Auftrag der Staatlichen Museen zu Berlin Fotoaufnahmen für nichtkommerzielle Zwecke gemacht werden.

DONNERSTAG, 10. DEZEMBER 2015

13.30 Uhr
Registrierung 

14 Uhr                  
Begrüßung
Christina Haak, stellvertretende Generaldirektorin, Staatliche Museen zu Berlin
Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Anja Schaluschke, Deutscher Museumsbund e.V.
Klemens Kruse, Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V.

14.15 Uhr
Einführung: Inklusion ist schön...         
Heike Kropff, Staatliche Museen zu Berlin          

14.30 Uhr                  
Keynote: Künstlerische Kunstvermittlung und Inklusion

Warum von Kunst aus?
Eva Sturm, Kunstvermittlerin in Theorie und Praxis

Warum Kunst und Inklusion?
Dr. Siegfried Saerberg, Blinde und Kunst e.V.

15.30 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
Best Practice – Beispiele aus der Praxis

„Die Geister, die ich rief…“ – Vermittlungs-Tandems zur „Geisterbahn“ von Tanja Geißim Kunstmuseum Bonn
Sabina Leßmann, Kunstmuseum Bonn

ALL INCLUSIVE – Kunstvermittlung inder GfZK, Leipzig
Alexandra Friedrich und Kristin Meyer, GfZK für Dich

We Forgot the Lot! (in englischer Sprache)
Leanne Turvey und Alice Walton,Tate Modern und Tate Britain

Werkzeug Wahrnehmung – Satellitenprojekte, 6. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
Jovana Komnenic´ und Dirk Sorge, Künstler_in

Experiences from MoMA and Jewish Museum, New York (in englischer Sprache)
Kirstin Broussard, Künstlerin und Kunstvermittlerin

18 Uhr
Vorstellung der Workshops

18.30 Uhr
Möglichkeit zur Besichtigung des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

19.30 Uhr
Get-together mit Live-Musik



FREITAG, 11. DEZEMBER 2015


9 Uhr
Treffpunkt im Eingangsbereich

9.15 Uhr
Workshops Teil I

12 Uhr
Mittagspause

13 Uhr
Workshops Teil II

14.30 Uhr
Austausch der Erfahrungen aus den Workshops

15.30 Uhr
Kaffeepause

16.15 Uhr
…macht aber viel Arbeit
Heike Kropff, Staatliche Museen zu Berlin

16.45 Uhr
Tagungsende

In sechs Workshops erproben Künstler_innen, KunstundKulturvermittler_innen mit und ohne Behinderunggemeinsam mit den Tagungsteilnehmer_innen Organisationsformen, Formate und Methoden inklusiver Bildungsarbeit. Dabei gehen sie von den Künsten aus und dem Potential, das künstlerische Ausdrucks-, Handlungs- und Arbeitsformen in Bezug auf Kunst- und Kulturvermittlung bieten.


Wie lassen sich Handlungsräume für multisensorisches Lernen kreieren? Welche Zugangsmöglichkeiten bieten sich von der Materialität der Kunst aus? Welche können von künstlerischen Methoden abgeleitet werden? Welche ausgehend von den Teilnehmer_innen? Wie können durch diese Überlegungen Angebote für heterogene Gruppen entwickelt werden, die nicht die Behinderungin den Fokus rücken.

WS 1 Zeichnen – Erzählen
Sabina Leßmann, Kunstmuseum Bonn
Tanja Geiss und Jutta Pöstges, Kunsthaus KAT18

WS 2 Körper – Raum – Bewegung
(in englischer Sprache)
Stine Nilsen und Annie Hanauer, Candoco Dance Company, London

WS 3 Musik – Sound
Gebrüder Teichmann, Künstlerduo
Jan Haufe aka. DJ Eltron, Musiker

WS 4 Theater – Körpersprache
Michaela Caspar und Eyk Kauly, Possible World e.V.
Ursula Döbereiner, Künstlerin und Kunstvermittlerin

WS 5 Wahrnehmung
Dirk Sorge, Künstler
Constanze Thielecke, Künstlerin und Kunstvermittlerin

WS 6 Multisensorik
Katja Sudec und Karmen Bajec, Creative Bureau Cooperate, Ljubljana
Evgen Bavčar, Fotograf und Philosoph

Information in leichter Sprache