Kitagawa Utamaro (1753-1806): Ehon Komachibiki. Satz von zwölf vielfarbigen Holzschnitten, je 25,0 x 37,5 cm. Japan, Tokugawa-Zeit, datiert 2. Jahr der Ära Kyôwa (1802)

Schönheit und Eros
Bilder der "Fließenden Welt" von Hokusai, Hiroshige, Utamaro und anderen aus der Sammlung Sumisho, Tokyo

von: 17.10.2008 bis: 04.01.2009

Museum für Asiatische Kunst

Die Fließende Welt der Freudenviertel in Japans Metropolen Edo (heute Tokyo), Osaka und Kyoto brachte im 17. Jahrhundert eine einzigartige, hoch entwickelte Konsum- und Unter-haltungskultur hervor, die in Darstellungen schöner Frauen und körperlicher Liebe ihren vortrefflichsten Ausdruck fand. Die Ausstellung zeigt erstmals außerhalb Japans mehr als zwei Dutzend Rollbilder sowie ebenso viele graphische Blätter dieses Themenbereichs aus der Sammlung Sumisho, Tokyo.

Sie reichen von frühen, anonymen Werken sowie Arbeiten des als Pionier der Malerei aus der Fließenden Welt (jap. ukiyo-e) bekannten Hishikawa Moronobu aus dem 17. Jh. über Schönheitenbildnisse von der Hand so bekannter Maler des 18. Jh. wie Miyagawa Choshun und Kitagawa Utamaro bis hin zu Beispielen der im Westen bekanntesten Repräsentanten des Ukiyo-e, Katsushika Hokusai und Utagawa Hiroshige. So bietet diese Schönheitengalerie einen veritablen Überblick über die Entwicklung der Malerei der Fließenden Welt vom 17. bis ins 19. Jh. Darüber hinaus dokumentiert sie den Wandel des Schönheitsideals und der Mode in einem eindrucksvollen Loblied auf die Schönheit der Frauen des vormodernen Japan.

Rollbilder mit Ansichten der Vergnügungsviertel und Landschaften der in Europa vornehmlich für ihre graphischen Blätter bekannten Maler Hokusai und Hiroshige bilden einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung. Je ein Dutzend explizite Darstellungen der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau, Frühlingsbilder (jap. shunga) genannt, von Hokusai und Utamaro vervollkommnen den Einblick in das Schaffen der Maler-Graphiker der Fließenden Welt und schlagen den Bogen von subtiler Schönheit zu äußerst freizügiger Erotik.

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst