Land Art

von: 26.03.2011 bis: 15.01.2012
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Im Kontext der zeitbasierten und dematerialisierten Kunstrichtungen wie Prozesskunst und Konzeptkunst entwickelte sich in den späten 1960er Jahren die Land Art außerhalb des Studios und des Galerieraums. Sie entstand nicht zuletzt als Reaktion auf den immer mehr in den Vordergrund tretenden Warenwert von Kunst und in kritischer Auseinandersetzung damit, kein weiteres Konsumgut schaffen zu wollen. Je nach konzeptioneller Ausrichtung besitzt die Land Art sowohl romantische als auch gesellschaftskritische Potentiale.

Die Land Art ist eine ortsspezifische Kunst, die sich sowohl menschenleere Wüsten, denaturalisierte Nonsites, als auch urbane Gebiete als Handlungsraum auswählt, wobei die Skala von kleinteiligen Arbeiten bis zu ganzen Landstrichen reicht. Oft werden vor Ort vorgefundene Materialien verwendet, wie zum Beispiel Stein und Holz in Richard Longs Bodenarbeiten oder Erde, Salzkristalle und Basaltsteine in Robert Smithsons Skulptur SPIRAL JETTY. Nur selten nimmt das Kunstwerk in der Land Art eine feste, dauerhafte Form an. Auf Wandlungsprozesse im urbanen Raum verweisen auch die Arbeiten von Dennis Oppenheim und Stanley Brouwn. Die Erstellung des Kunstwerks und die flüchtige Erfahrung von Raum und Zeit werden mittels Fotografie, Zeichnung, topografischen Karten, Skulptur, Audio, Video und Film dokumentiert. Land Art ist als solche radikal anti-kommerziell.

Gerry Schums Idee für den 1969 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlte Film Land Art Fernsehausstellung I. ist nach seinen Worten "die Kommunikation von Kunst anstelle des Besitzes von Kunstobjekten". Generell charakterisiert er die Kunstrichtung folgendermaßen: "Die Künstler der Land Art versuchen Ausdrucksmöglichkeiten zu finden, die über die Grenzen des traditionellen Leinwandbildes hinausgehen. Nicht mehr das gemalte Bild einer Landschaft, sondern die Landschaft selbst beziehungsweise die vom Künstler markierte Landschaft wird zum eigentlichen Kunstobjekt."

Kuratiert von An Paenhuysen

Besuchereingang

Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

U-Bahn U6 (Naturkundemuseum)
S-Bahn S3, S5, S7, S75 (Hauptbahnhof)
Tram M6, M8, 12 (Naturkundemuseum)
Bus M41, M85, TXL (Hauptbahnhof); 120, 123, 147, 240, 245 (Invalidenpark)

So 11:00 - 18:00
Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00
Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 20:00
Fr 10:00 - 18:00
Sa 11:00 - 18:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,- EUR
Weitere Informationen

Tel: 030 / 266424242 (Mo - Fr 9 - 16 Uhr)
Fax: 030 / 266422290
service@smb.museum