Karl Friedrich Schinkel
Entwürfe für Bildhauer

von: 28.09.2011 bis: 08.01.2012
Alte Nationalgalerie

Schinkels Leistungen als Architekt sind unumstritten. Doch war Schinkel weit mehr - ein Universalkünstler, der als Zeichner, Maler, Bühnenbildner, Raumgestalter und Designer ebenso Überragendes leistete. Bereits Zeitgenossen verglichen ihn mit den Künstlerheroen der Renaissance, Michelangelo und Raffael. Weithin unbekannt ist dagegen der "Bildhauer" Schinkel, der nachweislich nie selbst modellierte oder den Meißel führte, in gezeichneten Entwürfen seinen Vorstellungen von Skulptur jedoch dezidiert Ausdruck verlieh. Ihn gilt es nun zu entdecken.

Nach seiner Italienreise, 1805, machte Schinkel nicht, wie zu erwarten wäre, als Architekt auf sich aufmerksam, sondern - mit dem Entwurf zu einem Luther-Denkmal - als Bildhauer. Alle weiteren Denkmalsplanungen zerschlugen sich mit der Niederlage Preußens in der Schlacht von Jena und Auerstedt. Auch das Baugeschehen kam zum Erliegen bis Schinkel 1816 den Auftrag zur Neuen Wache erhielt, für die er nicht nur die Architektur, sondern auch die kleinen Viktorien und das Relief im Giebel entwarf. Danach legte Schinkel Bildhauern immer wieder Skizzen und Zeichnungen zu Statuen, Giebelreliefs und anderen plastischen Arbeiten zur Ausführung vor. Sie sind Thema der Ausstellung, die anhand von etwa drei Dutzend Zeichnungen, vom großformatigen Aquarell bis zur kleinen intimen Skizze, einen überraschenden Einblick in einen bisher weitgehend unbeachteten Aspekt von Schinkels Werk gibt.

Den Abschluss des Projekts bildet die große Ausstellung "Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie", die im Herbst 2012 am Kulturforum und im Anschluss in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München zu sehen sein wird.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

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Aufgrund von Restaurierungsarbeiten wird der Ausstellungsraum mit den Fresken der 'Casa Bartholdy' voraussichtlich erst ab Herbst 2015 wieder zugänglich sein.

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