Nagai Kanzufumi, Iemon, 2004, Offsetdruck 103 x 145,6 cm, Für das Erfrischungsgetränk Iemon (Grüner Tee)

Japanische Plakate heute

von: 15.06.2007 bis: 02.09.2007

Kunstbibliothek

Unter diesem Titel zeigt die Kunstbibliothek Plakate aus dem Archives of Graphic Design der Dai Nippon Printing Co. Ltd. in Tokyo (DNP), das sich um die Förderung und Vermittlung des künstlerischen Plakats in Japan verdient gemacht hat. In Kooperation mit sechs Museen aus vier europäischen Ländern zeigt DNP auf einer Wanderausstellung mit insgesamt 158 Plakaten von 24 Grafikern einen repräsentativen Querschnitt der Sammlung ihres Archivs. Mit der Auswahl, die Professor Hiroshi Kashiwagi von der Musashino University of Arts in Tokyo getroffen hat, werden auf eindrucksvolle Weise zwei Grafikergenerationen gegenüber gestellt.

Die Generation der Meister, verbunden mit Namen wie Fukuda Shigeo, Tanaka Ikko, Nagai Kazumasa oder Yokoo Tadanori hatte seit Ende der 1950er Jahre und in den sechziger Jahren Impulse der westeuropäischen und nordamerikanischen Kunst mit japanischer Ästhetik verbunden und ein neues Bild von japanischem Graphikdesign international etabliert. Daneben fühlt sich seit den letzten 15 Jahren eine Generation der jüngeren Designer stärker einer internationalen Ästhetik verpflichtet, die von der Nutzung digitaler Entwurfstechniken geprägt ist. Gemeinsam ist diesen Arbeiten ein hoher künstlerischer Anspruch, der sich in klarer Komposition und ausgewogener Farbkultur manifestiert wie in bester drucktechnischer Qualität. Stärker als in anderen Ländern wird das japanische Plakat als Kunst verstanden, mit der sich der Grafiker der Öffentlichkeit stellt. Die meisten der ausgestellten Plakate sind für Ausstellungen und Wettbewerbe entstanden und weniger für den öffentlichen Aushang.

Nach München, Zürich, Frankfurt und Prag ist Berlin die fünfte Station dieser Wanderausstellung, die ihren Abschluss in Warschau haben wird. In ihrem Foyer zeigt die Kunstbibliothek ergänzend japanische Plakate aus eigenem Bestand.

Veranstalter:

Kunstbibliothek