Jan Kollwitz, Teeschale (chawan), 2010, Seto-Glasur, hikidashi-guro

Jan Kollwitz
Japanische Keramik

von: 08.10.2010 bis: 17.10.2010

Museum für Asiatische Kunst

Die Vasen, Teeschalen und Wassertöpfe, Schüsseln und Vorratsgefäße des in Berlin geborenen, inzwischen in Cismar tätigen Jan Kollwitz sehen nicht nur aus wie Keramiken aus Japan, sie fühlen sich auch ebenso an. Ein Grund hierfür mag der Brand in dem Anagama-Ofen sein, den ein japanischer Ofenbauer für ihn errichtet hat, ein anderer, die aufwändige Aufbereitung des Tons, die sich der Schüler Horst Kerstans während seines mehrjährigen Studiums bei Nakamura Yutaka in Echizen angeeignet hat. Entscheidend für den Erfolg seiner Keramik ist aber die geistige Haltung, die alle Werke mit einer stillen, edlen Zurückhaltung erfüllt. Die schlichten aber perfekten Formen, die Materialität des Tons und die Energie des Feuers sprechen so ganz unmittelbar und unverstellt zum Betrachter / Benutzer.

Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der Werkstatt von Kollwitz, seines 50. Geburtstags und einer Buchpublikation werden im Medienraum und der Galerie für die Kunst des Teewegs neuere und ältere Arbeiten präsentiert, darunter erstmals auch Schalen für die Tee-Zeremonie. Der Künstler ist während der gesamten Laufzeit der Schau anwesend.

Die Finissage mit Lesung aus dem Buch "Japan beginnt an der Ostsee - Die Keramik des Jan Kollwitz" durch den Schriftsteller Christoph Peters, Künstlergespräch und Führung mit Jan Kollwitz findet am 17. Oktober ab 15 Uhr statt.

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst