Boles³aw Suska, Krippenhaus, bemaltes Holz, zw. 1960-1980, Slg. Orth; Foto: Sandra Steiß

Himmel und Erde
Naive Kunst aus Polen: Die Sammlung Orth

von: 03.12.2004 bis: 03.04.2005

Museum Europäischer Kulturen

Die Weihnachtszeit nimmt das Museum Europäischer Kulturen zum Anlass, ausgewählte Stücke religiöser und profaner Kunst aus Polen zu zeigen. Hierbei handelt es sich um gefasste Holzskulpturen und Gemälde, die das Ehepaar Christina und Hans-Joachim Orth in dem Zeitraum von 1960 bis 1980 zusammengetragen hatte. Die Sammlung Orth, bestehend aus über 300 Werken von 65 polnischen Künstlern, wurde dem Museum Europäischer Kulturen als Dauerleihgabe der Museen der Stadt Nürnberg überlassen.

Diese in Berlin erstmals gezeigte herausragende Sammlung naiver Kunst bietet einzigartige Einblicke in den Alltag, das menschliche Erleben und die Religiosität in Polen. Ein Bauer am Pflug, die Bärenjagd, ein Paar in inniger Umarmung - um nur einige Motive zu nennen - und die zahlreichen Werke mit biblischen und insbesondere weihnachtlichen Motiven geben dem unmittelbaren Empfinden der Künstler Ausdruck. Bemerkenswert sind auch die Darstellungen von Persönlichkeiten, wie Frédéric Chopin und Nikolaus Kopernikus, sowie historischer Szenen, die z. B. die unfassbaren Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg reflektieren. Ebenso erinnern viele Motive an die große jüdische Gemeinde, die vor dem Krieg in Polen lebte.

Die Originalität und Ausdrucksstärke der einzelnen Künstler machen die Werke der Sammlung Orth zu einem einmaligen Erlebnis.

Veranstalter:

Museum Europäischer Kulturen