Helmut Brade. Plakate

von: 04.07.2003 bis: 14.09.2003

Kunstbibliothek

"Hell und supermodern und dunkel geheimnisvoll archaisch sind diese Blätter aus Halle." Mit diesen Worten beschrieb Volker Pfüller 1987 die Plakate Helmut Brades. Parallel zu der Ausstellung "Kunst in der DDR" in der Neuen Nationalgalerie zeigt die Kunstbibliothek eine Auswahl von rund 100 Plakaten aus 40 Jahren von einem der eigenwilligsten und phantasievollsten Grafiker. Über mehr als 25 Jahre prägte er das Kulturplakat in der DDR mit wesentlichen Impulsen. Darüber hinaus zogen seine Arbeiten die Aufmerksamkeit der internationalen Fachwelt auf sich. So war er seit 1964 regelmäßig auf der Internationalen Plakatbiennale in Warschau vertreten.

Seit 1972 arbeitet Helmut Brade als Bühnenbildner an verschiedenen deutschen Bühnen. Bühnenarbeit und Plakatgestaltung konnten sich oft ideal ergänzen. Werbung fürs Theater, für Veranstaltungen und für bildende Kunst blieben seine wichtigsten Aufgaben. In den 1990er Jahren führte Helmut Brade neben Arbeiten für das Schauspiel Leipzig, das Bremer Theater und die Hamburgische Staatsoper vor allem Aufträge für seine Heimatstadt Halle aus, wo er noch bis zu diesem Sommer als Lehrer an der Hochschule für Design an der Burg Giebichenstein tätig ist.

Die mehr als 600 Plakate Helmut Brades demonstrieren seine intensive Auseinandersetzung mit immer neuen Inhalten. Brade beweist eine große gestalterische Souveränität zwischen Provokation und stiller Noblesse, zwischen Ernst und ironischer Heiterkeit, zwischen Fabulierlust und sachlicher Strenge.

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Kunstbibliothek