Generation "Adefra": 20 Jahre Schwarze Frauenbewegung in Deutschland
Impressionen und Meilensteine

von: 23.09.2006 bis: 22.10.2006

Museum Europäischer Kulturen

Eine Ausstellung von Adefra im Museum Europäischer Kulturen

Das Prinzip Adefra lautet: "Die Frau, die Mut zeigt." Vor zwanzig Jahren führten Forschungen und literarische Produktionen Schwarzer Deutscher Aktivistinnen zu einer Initiative, deren gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen zum Ausgangspunkt für eine spezifische Organisationsform des "Schwarzen Aktivismus Schwarzer Frauen in Deutschland" wurden. Unter der von Audre Lorde gemeinsam mit diesen Aktivistinnen begründeten politischen Selbstbezeichnung "afro-deutsch" bildete sich anfangs ein kleiner Kreis Schwarzer Feministinnen, die 1986 den Verein Adefra, Schwarze Frauen in Deutschland, gründeten.
Mit der Ausstellung wird die Entwicklung der gegenwärtigen Organisationsformen und Beziehungsnetze Schwarzer Aktivistinnen in diesem Land nachgezeichnet. Mit fotografischen, visuell-digitalen Dokumentationen und Malereien Schwarzer Künstlerinnen soll vermittelt werden, welche Wege und Auseinandersetzungen für die heutigen Formen des Schwarzen feministischen Aktivismus in Deutschland prägend gewesen sind.

In Zusammenhang mit der Ausstellung findet die Tagung "Schwarze Autonomie als eine gendered Praxis" am 23. und 24.9.06 in der Heinrich Böll Stiftung statt.

Veranstalter:

Museum Europäischer Kulturen