Familie auf der Flucht.
Ein Bildmotiv in der Druckgraphik von Claude Lorrain bis Giandomenico Tiepolo

02.02.2016 bis 24.04.2016
Gemäldegalerie

In etwa 20 eindrucksvollen druckgraphischen Blättern des 17. und 18. Jahrhunderts zeigt diese Kabinettausstellung Bilder einer Familie auf der Flucht. Ihre Geschichte wird in der Bibel erzählt: Nach der Geburt Jesu wird Joseph von einem Engel gewarnt, König Herodes wolle das Kind töten. Er macht sich mit Maria und dem Jesuskind auf den Weg und flieht vor den Schergen des Königs nach Ägypten. Nach über 2000 Jahren sind Bilder dieser Flüchtlingsfamilie, die alles zurücklässt, um ihr Leben zu retten, heute aktueller denn je.

Ungeachtet der harten Realität wird ihre Flucht zum Thema der Kunst. Jenseits von Mühsal, Gefahr und Not rückt die druckgraphische Auseinandersetzung mit der „Flucht nach Ägypten“ ästhetisch-kreative Aspekte des Bildmotivs in den Vordergrund. Zwischen grellem Sonnenlicht und tiefen Schatten entfaltet sich bei Claude Lorrain die weite, einsame Landschaft, durch die die Flüchtenden ziehen. Sébastien Bourdon fächert die Flucht auf zu einer narrativen Bilderfolge und weitet so den Blick auf die Fülle von Szenen und Motiven, die dieses Thema in sich birgt. Davon angeregt schafft Giandomenico Tiepolo seine berühmten Variationen über das Bildthema, die „Idee pittoresche sopra la fuga in Egitto“ (Malerische Einfälle über die Flucht nach Ägypten), die zu den bedeutendsten druckgraphischen Serien des 18. Jahrhunderts zählen. Hier wird die Flucht zur virtuosen Reise des kreativen Geistes auf dem Papier. Wie in einer musikalischen Fuge (von fuga – Flucht), wird das Thema in verschiedenen Tonlagen im lebhaften Schwarz-Weiß der Radierung stets neu aufgegriffen und gedacht.

Das Thema der „Flucht nach Ägypten“, zeigt mit dem „Unterwegssein“ in all seinen Unwägbarkeiten einen Aspekt des Reisens, und ist daher im Kontext der Sommerausstellung „Wir suchen das Weite. Reisebilder von Albrecht Dürer bis Olafur Elíasson aus dem Kupferstichkabinett“ zu sehen, die vom 18. März bis zum 25. September 2016 im Kupferstichkabinett gezeigt wird.

Eine Kabinettausstellung des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie.

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Auf Grund von Aufbauarbeiten für die Sonderausstellung "El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez"
(1. Juli - 30. Oktober 2016) ist die Wandelhalle in der Gemäldegalerie bis zur Eröffnung der Ausstellung nicht zugänglich. Voraussichtlich ab dem 12. April sind hiervon auch die Räume 23 und 24 der Dauerausstellung (Italienische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts) betroffen. Wir bitten diesbezüglich um Ihr Verständnis und würden uns freuen, Sie bald in der Sonderausstellung begrüßen zu dürfen.

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