Ave Eva. Ein wiederentdecktes Hauptwerk des Renaissancemeisters Guillaume de Marcillat

von: 08.12.2013 bis: 11.05.2014
Gemäldegalerie

Das große Gemälde 'Der Disput von Kirchenlehrern über die Unbefleckte Empfängnis' ist das einzige 'Staffelei-Werk' des berühmten französischen Glasmalers Guillaume de Marcillat (um 1470 - 1528). Erworben im Jahre 1821 wurde das Werk nur eine kurze Zeit, Anfang der Dreißiger Jahren des 20. Jh. ausgestellt. Lange schrieb man es Girolamo Genga zu, erst 1987 konnte es die Kunsthistorikerin Nicole Dacos als ein Werk Marcillats definieren.

Praktisch unzugänglich nach dem II. Weltkrieg, dazu erheblichen beschädigt, wirkt das Bild heute, nach seiner Restaurierung für die Besucher wie eine Neuerwerbung. Die Ausstellung widmet sich zwei Aspekten: Der ikonographischen Analyse des Themas der 'Unbefleckten Empfängnis' sowie der Ikonografie der 'Disputa'. Neben dem Werk Marcilats werden hierzu weitere Exponate der Beständen der Gemäldegalerie, des Kupferstichkabinetts und der Skulpturensammlung hinzugezogen und interpretiert.

Die Ausstellung wie auch ihr reich illustrierter Katalog porträtieren einen Künstler, der als Mitarbeiter Rafaels in der Logge Vaticane tätig war und als Freskomaler mit seinen Arbeiten im Dom von Arezzo einigen Ruhm erlangen konnte. Dazu ist Marcillat auch als erster Lehrer Giorgio Vasaris bekannt.

Neben der riesigen Tafel Marcillats, die nach Ausstellungsende ins Bode Museum umziehen wird, präsentiert die Ausstellung eine Zeichnung des Meisters, eine Radierung aus den 'Künstler-Vite' von Vasari und ein Stuckrelief des Ghiberti Umkreises. Zwei kleine Predella-Szenen verweisen auf die Malerei in Arezzo im frühen 16. Jh. Eine große Tafel des Battista Dossi aus Ferrara widmet sich demselben Thema, das auch Marcillats Gemälde aufgreift. Auch dieses Werk ist nach Jahrzehnten erstmals wieder zu bewundern. Die technische Untersuchung des nahezu unbekannten Gemäldes Marcillats als auch der Konservierungsprozess durch die Restaurierungswerkstatt der Gemäldegalerie sind in der Ausstellung ebenfalls ausführlich dokumertiert.

Weitere spätere Darstellungen des Thema 'Unbefleckte Empfängnis' werden in den Sälen der Gemäldegalerie spezifisch als Bereicherung der Sonderausstellung gekennzeichnet, darunter Werke von Tintoretto, Juan de Roelas und Paolo de Matteis.

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