Chôbunsai Eishi (1756-1829), Das Ôgi-ya Teehaus am Sumida-Fluss, Vielfarbendruck, Triptychon, Oban-Format, Tokugawa-Zeit, 1790er Jahre

Leben in Edo

von: 11.05.2010 bis: 08.08.2010

Museum für Asiatische Kunst

Die Verlegung des Amtssitzes der Militärregierung unter Tokugawa Ieyasu nach Edo (heute: Tokyo), führte in dem ehemaligen Fischerdorf ab Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung und zu einer explodierenden Bevölkerungszunahme. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatte sich die Stadt in eine prosperierende Metropole verwandelt, in der sich begünstigt durch inneren Frieden und aufkommenden Wohlstand eine Ästhetisierung des Alltags in jeder Facette des urbanen Lebens bemerkbar machte.

Neben dem ausufernden Konsum der verschiedensten Luxusgüter wurde die städtische Existenz maßgeblich durch die vielen jahreszeitlichen Feste und beliebte Freizeitvergnügungen geprägt. Der einfach und aus preiswerten Materialien kostengünstig herzustellende Farbholzschnitt avancierte in diesem Zusammenhang zum wichtigsten Medium des neuen, urbanen Zeitalters: Unzählige Darstellungen des vielfältigen Lebens in Edo untermauerten nicht nur den Status der Stadt als Hot Spot unter den japanischen Metropolen, sondern sie wurden auch zu einer unerschöpflichen Quelle von Information und Dokumentation über die Entwicklung der städtischen Kultur und Geschichte.

Veranstalter:

Museum für Asiatische Kunst