Fragment eines Säulen-Sarkophages um 350 n. Chr., Marmor
links: 1906 im römischen Kunsthandel erworben. Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
rechts: 1963 im römischen Kunsthandel erworben. Bonn, Franz Joseph Dölger-Institut zur Erforschung der Spätantike

Zertrümmert und wieder zusammengesetzt

von: 19.03.2010 bis: 25.06.2010

Bode-Museum

Das Bode-Museum präsentiert zwei Fragmente eines antiken, römischen Säulen-Sarkophages (Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr.) aus Berlin und Bonn - zwei Bruch an Bruch zusammenpassende Teile. Die exakte Zusammengehörigkeit beider Teile wurde von der Forschung 1996 erkannt. Es handelt sich um ein Reliefbruchstück des Museums für Byzantinische Kunst und um ein Relieffragment des Franz Joseph Dölger-Instituts Bonn zur Erforschung der Spätantike.

Die beiden Originalfragmente werden so nebeneinander präsentiert, dass die ca. eine Handbreit voneinander entfernten Bruchstellen deutlich zu sehen sind. Auf einer Stellwand dahinter kann man die beiden zusammengesetzten Fragmente als getönte Gipsabgüsse sehen. Dass die originalen Fragmente nicht zusammengesetzt wurden, ist Absicht: die Zerstörung des Originals soll anschaulich bleiben, während die Nachbildungen die Zusammenschau vermitteln. Ein erklärender Text geht auf die eventuellen Umstände der Zerstörung, die Komposition des einst vollständigen Sarkophages, die dargestellten Themen und ihre Bedeutung ein.

Veranstalter:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst