A-Z. Die Sammlung Marzona

24.01.2014 bis 29.05.2016
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

"A-Z. Die Sammlung Marzona" zeigt die konzeptuelle Kunst der 1960er und 1970er Jahre und illustriert deren zeitgenössische Relevanz. In wechselnden Präsentationen stellt der Hamburger Bahnhof über zweieinhalb Jahre die Sammlung von Egidio Marzona aus, die sich aus Arbeiten der amerikanischen und europäischen Konzeptkunst, der Minimal Art und Arte Povera zusammensetzt.

Die den Buchstaben des Alphabets folgende Sammlungspräsentation greift repräsentative Ideen der ausgestellten Kunst auf, und bildet damit eine stringente und zugleich lose Grundlage für das Ausstellungsprogramm. Einzelne Positionen, wichtige historische Ausstellungen und künstlerische Gattungen werden beleuchtet. Vierteljährlich wird die Präsentation erneuert und das Alphabet weitergeführt.

#9/9 YZ (15.3.-29.5.2016)

Die Abschlusspräsentation #9/9 YZ untersucht das Gegenwärtige in der Sammlung Marzona. „Yours Truly“ zeigt besondere Schätze aus dem „Archiv Marzona“, das Egidio Marzona derzeit zusammenträgt, und das er als eine Studiensammlung der Avantgarden des 20. Jahrhunderts versteht. Neben Künstlerpostkarten von Sol LeWitt werden unter Y umfangreiche Korrespondenzen einzelner Künstler versammelt, aber auch Publikationen und Kuriositäten wie der „Poetor“, eine Maschine zur Produktion von konkreter Poesie.

Als letzter Buchstabe in diesem Ausstellungsalphabet steht Z für Zukunft und damit für Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler (Saâdane Afif, Tacita Dean, Jonathan Monk und Mario Garcia Torres), die sich in ihrer künstlerischen Arbeit auf die Kunst der 1960er und 1970er Jahre beziehen.

#8/9 VWX (8.12.2015–6.3.2016)

Die vorletzte Präsentation von „A-Z. Die Sammlung Marzona“ fokussiert unter V das Thema der Verbreitung oder Distribution künstlerischer Arbeiten, ausgehend von den "Artforum Advertisements" des Konzeptkünstlers Stephen Kaltenbach, die 1968/69 in der gleichnamigen Kunstzeitschrift erschienen. W steht für Wittgenstein und zeigt eine elfteilige Arbeit von Mel Bochner, die sich auf das Werk des Sprachphilosophen bezieht. Und das „Xerox Book“ (dt. Fotokopien Buch), eine wichtige Publikation aus dem Jahr 1968, steht für X. Sie wurde von Seth Siegelaub als Ausstellung in Buchform konzipiert. Von den sieben beteiligten Künstlern, Carl Andre, Robert Barry, Douglas Huebler, Joseph Kosuth, Sol LeWitt, Robert Morris und Lawrence Weiner, werden zudem weitere Arbeiten aus der Sammlung Marzona gezeigt.

#7/9 STU (8.9.–29.11.2015)

Die Präsentation #7/9 STU eröffnete unter S einen Raum zum Œuvre des US-amerikanischen Minimalisten Fred Sandback. T als Text verbildlichte die Beschäftigung vieler Künstler_innen mit Sprache, während U spielerisch für „Un-“ stand und „un-sortiert, un-kuratiert, un-bedingt“ bedeutete. Es wurden Werke gezeigt, die von allen Museumsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern des Hamburger Bahnhofs ausgewählt wurden und ansonsten in der Sammlungspräsentation nicht gezeigt würden.

#6/9 PQR (26.5.-30.8.2015)

Unter P wurde das Thema Prozess in den Werken von u.a. Mario Merz, Hanne Darboven und Roman Opałka untersucht. Der Buchstabe Q stand für "Questions & (various) Answers". Dieser Raum wurde auf Einladung der Abteilung Bildung und Vermittlung von der Künstlergruppe Myvillages konzipiert. In dem partizipativen Raum konnten die Besucherinnen und Besucherden Formprozess von Kunst und Ausstellungen selbst nachvollziehen und festlegen. Dem Werk von Ed Ruscha, vor allem seinen Künstlerbüchern, wurde unter R wie R-uscha ein eigener Raum gewidmet.

#5/9 MNO (17.2.-17.5.2015)

Die fünfte von insgesamt neun Präsentationen der Sammlung Marzona #5/9 MNO fokussierte unter M die Kunst des Minimalismus, einem Sammlungsschwerpunkt der Sammlung Marzona. Der zweite Ausstellungsraum versuchte unter N wie New York eine Verortung der Konzeptkunst und der Minimal Art, anhand von Zeitschriften und Künstlerbüchern nachvollziehbar. Unter O wie Ort zeigte die Sammlungspräsentation Werke der Land Art. Künstler wie Michael Heizer und Robert Smithson verließen Ende der 1960er Jahre den Ausstellungsraum und arbeiteten direkt in und mit der Landschaft. Erde, Sand, Sonne und die Gezeiten wurden zu ihrem künstlerischen Material. Gemeinsam mit der Minimal Art führte diese Kunstrichtung zu den radikalsten künstlerischen Konzepten der Zeit.

#4/9 JKL (25.11.2014-8.2.2015)

Die Künstlerin Ruth Buchanan (*1980) eröffnete mit einer für die Ausstellungsreihe konzipierten raumgreifenden Intervention den frei zu vergebenden J-oker. Sie führt Arbeiten aus ihrem Archiv, neue Arbeiten und Werke aus der Sammlung Marzona in einem den Ausstellungsraum durchdringenden Wechselspiel zusammen, das sich mit und gegen die gewohnten Sammlungs- und Ausstellungsprinzipien bewegte. Der zweite Ausstellungsraum, unter dem Titel Kubus, stellte geometrischen Formen, die in der Minimal Art eine wichtige Rolle spielen, ins Zentrum der Präsentation. Die künstlerische Beschäftigung mit dem Kubus wurde unter dem Buchstaben L vertieft, hier wurden Werke des amerikanischen Künstler Sol LeWitt gezeigt.

#3/9 GHI (2.8.-16.11.2014)
Unter dem Buchstaben G wurde das Gehen als künstlerische Praxis untersucht, mit Werken von Stanley Brouwn, Richard Long und Hamish Fulton. H thematisierte als Handlung performative Aspekte der Kunst der 1960erund 1970er Jahre. I stand für Ideenkunst und gab einen Überblick über wichtige Strömungen der Konzeptkunst, mit Werken von Marcel Duchamp bis Joseph Kosuth.

#2/9 DEF (2.5.-27.7.2014)
Im Anschluss an diese erste Präsentation waren die Räume D, E und F zu sehen. D untersuchte den Aspekt der Dokumentation in der Konzeptkunst. E wie Erhalten eröffnete dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, auf die Arbeit der Restaurierungsabteilung und die besonderen Herausforderungen, vor welche zeitgenössische Kunstwerke die Institution Museum stellen. F für Fotografie zeigte das künstlerische Medium, dass in den späten 1960er Jahren wieder an Bedeutung gewann.

# 1/9 ABC (23.1.-23.3.2014)
Beginnend mit A gab der erste Raum einen Einblick in die italienische Kunstrichtung der Arte Povera. Der zweite, dem Buchstaben B gewidmete Ausstellungsraum zeigte eine raumgreifende Installation des französischen Künstlers Daniel Buren. Und schließlich thematisierte C.7500 - der Titel einer von Lucy Lippard 1973 kuratierten Ausstellung - den Ausstellungskatalog als künstlerisches Medium.

Neben den drei Ausstellungsräumen gibt es ein offenes Archiv, das "Büro", in dem weiterführende Informationen zu den ausgestellten Themenkomplexen, Kunstwerken und Künstlerinnen und Künstlern zu finden sind. Ein Begleitprogramm reflektiert und ergänzt die Sammlungspräsentation.


Kuratorin: Lisa Marei Schmidt, Bildung und Vermittlung: Daniela Bystron

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart / Marcus Schneider

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